Wendigo

Homo metamorphosis miles

Der miles Subtyp des Homo metamorphosis (umgangsprachlich: Wendigo) ist eine künstlich erschaffene Abart des Homo Sapiens, der von der Konklave wärend des Krieges der Rückkehr erschaffen wurde.
Sie stellen einen der größten Erfolge der Formerkaste dar.

Äußere Erscheinung:
Der durchschnittliche Homo metamorphosis miles ist etwa so groß wie ein durchschnittlicher erwachsener männlicher Homo sapiens. Es fehlt allerdings der beim Homo Sapiens vorhandene Geschlechtsdimorphismus, was heist das männliche und weibliche Exemplare gleich groß sind und einen ähnlichen Körperbau besitzen. Primäre und sekundäre Geschlechtorgane sind ähnlich wie beim Homo sapiens vorhanden.
Durch ihren beschleunigten Stoffwechsel können die meisten Wendigo nur sehr schwer Fettreserven aufbauen. Dies führt dazu das die meisten Exemplare nur eine geringe äußere Fettschicht besitzen, was, zusammen mit ihrem verstärkten Muskel- und Skelettwachstum, dazu führt das diese Organe deutlich durch die Haut sichtbar sind. Dies verleiht ihnen ein ungesundes und verhärmtes Aussehen.
Fast alle Wendigo besitzen eine hellweiß pigmentierte Haut, nur sehr wenige Ausnahmen haben stattdessen eine tief schwarze Haut.
Das Gesicht ist grob menschenähnlich, allerdings sind auch hier Spuren der genetischen Modifikation zu erkennen. Die verstärkte Knochenstruktur des Schädels ist deutlich zu erkennen, vor allem an den Wangenknochen und den Brauenwülsten.
Die Augen sind mandelförmig und liegen tief in den Höhlen. Die Lederhaut ihres Auges ist mit dunklem Pigment durchsetzt, was dazu führt das ihre Augen beinahe völlig Schwarz erscheinen. Die einzige Ausnahme ist die Iris, die von den Farben her zwischen hellen und dunklen Rottönen variiert.
Wendigo besitzen im Gegensatz zum Homo sapiens ein Raubtiergebiss. Dieses ist jedoch, ähnlich dem des irdischen Bären in den hinteren Zähnen umgebildet um auch begrenzt nicht tierische Nahrung zerkleinern zu können.

genetische Veränderungen:
Grundsätzlich lassen sich die vorgenommenen genetischen Manipulationen in drei Kategorien einteilen:
1. Steigerung der Leistungsfähigkeit
2. Umbau des Verdauungssystems
3. Veränderungen der Fortpflanzungsmechanismen
Die Modifikationen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit sind weitreichend und exzessiv: Sie umfassen Verstäkungen der Knochen durch Verdickung und Einlagern von zusätzlichen Kohlenstoffstrukturen, verdickte und zusätzliche Nervenbündel zur schnelleren Reizleitung, verbessertes Muskelwachstum, sekundäre Organsysteme und eine verbesserte Regeneration sowie ein effizienteres Immunsystem.
Dazu kommt eine leichte Verstärkung der Jagdinstinkte und eine gesteigerte Tendenz zu Rudelloyalität.
Das Verdauungsystem wurde auf eine primär fleischbasierte Ernährung umgestellt. Dazu gehört der Umbau des Kiefers, die Anpassung der Darmflora und einige modifizierte Verdauungsenzyme. Ein zusätzliches Merkmal ist ein spezielles Addendum zum Immunsystem, das Prionenkrankheiten bekämpfen kann. Die Wendigo sind damit in der Lage ohne negative Nebenwirkungen Fleisch von Lebewesen mit ähnlicher Proteinstruktur zu verzehren.
Die letzte große Modifikation betrifft die Fortpflanzung: Die Fruchtbarkeit ist direkt an die aufgenommene Menge Nährstoffe gekoppelt. Wenn kein Nahrungsüberangebot besteht werden Wendigo Frauen also nur sehr selten schwanger. Desweiteren sind Wachstum und Schwangerschaft beschleunigt: die Schwangerschaft dauert nur sieben Monate und die meisten Wendigo sind mit 15 Jahren körperlich ausgewachsen, auch wenn die geistige Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

Kultur:
Wie alles an den Wendigo wurde auch ihre Kultur künstlich erschaffen und parallel zu den biologischen Modifikationen perfektioniert. Ziel war es eine loyale Soldatenkultur zu schaffen die in der Lage wäre die Konklave zu beschützen. Um dies trotz der in weiten Teilen unterlegenen Technologie der Konklave zu gewährleisten, wurde beschlossen das eine defensive Einstellung nicht von Vorteil sein könnte. Die Sozialingenieure der Konklave bedienten sich aus einer weiten Palette irdischer Kriegerkulturen, vor allem der der Irokesen, Römer und Spartaner.
Das Militär durchzog alle Lebensbereiche der Wendigo Gesellschaft. Jeder Wendigo war seit seiner Geburt Teil davon und wurde der Einheit seiner Eltern zugeteilt. Die Einheiten dienten als Kombination aus militärischem und Familienverband. Durch den Fakt das es sich bei seinen Kameraden um Freunde, Geliebte und Familienangehörige handelte, waren Wendigo im Kampfeinsatz fast unmöglich zu brechen. Waisenkinder und Versehrte wurden im erweiterten Familienverband der Einheit umsorgt und gepflegt. Jede Einheit hatte dabei eine bestimmte Rolle zu erfüllen (Sturmtruppen, Kundschafter, Ingenieure etc.) und bildeten ihre Kinder von Kindesbeinen für diese Aufgabe aus. Sozialer Rang innerhalb der Einheiten regelte sich beinahe vollständig über den militärischen Rang und Erfahrung.
Das Leben in den Einheiten der Wendigo Legionen ließ sich am ehesten als hart aber herzlich beschreiben. Jeder musste seinen Beitrag zum Überleben der Gruppe leisten. Schwäche konnte nicht geduldet werden, da ein einziger Fehler das Leben der gesamten Gruppe gefährden konnte. Während des Tages wurde jeder Wendigo der sich nicht im Kampfeinsatz befand unbarmherzig gedrillt und jegliche Verstöße gegen die militärische Ordnung wurden hart bestraft.
Jedoch war es unmöglich dieses rigide System ohne Ausnahmen durchzusetzen. Deswegen gab es in der Wendigokultur zahlreiche Rituale um Stress und Aggression abzubauen. Neben zahlreichen Festen und Gelagen, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit durchgeführt wurden, gab es auch moderierte Duelle um persönliche Differenzen zu klären. Diese konnten je nach Einheit und Individuen von Faustkämpfen über Sniperduelle bis hin zu militärischen Planspielen beinhalten. Neben der Klärung persönlicher Differenzen dienten diese Duelle oftmals auch um sich einem potenziellen Partner als würdig zu erweisen. dies führte oft zu der für außenstehende paradoxen Situation dass sich junge Wendigos bis aufs Blut beleidigten und reizten um sich dann im Duell bis aufs Blut zu bekämpfen und kurz darauf zu heiraten.
Außerhalb ihrer Legion unterschieden die Wendigo strikt zwischen Verbündeten und Feinden. Verbündete, also Bürger der Konklave und später angehörige der anderen Sternenreiche, wurden mit großerOpferbereitschaft beschützt. Die Wendigo brachten ihren Schutzbefohlenen eine Mischung aus unbeholfener Sympathie und leichter Herablassung entgegen, eine Einstellung die gerade bei Mitgliedern befreundeter Militärs immer wieder für starke Irritation sorgte.
Gegenüber Feinden jedoch waren die Wendigos absolut unbarmherzig. Als die 23. Legion als Teil der ersten Gegenoffensive der Konklave im Krieg der Rückkehr den Auftrag erhielten den südlichen Kontinent des Paneten Kronos II zu “säubern” metzelten sie ohne zu zögern jeden Bewohner nieder. Bis das Oberkommando der Konklave seinen Fehler erkannte und seine Befehle modifizierte hatten sie über 20 Millionen Zivilisten und 3 Millionen Soldaten niedergemetzelt. Dies zusammen mit ihrer Angewohnheit das Fleisch gefallener Soldaten und Kameraden (Menschen egal ob Freund oder Feind für ihr Fleisch zu jagen war jedoch ein mit dem Tode bestraftes Verbrechen) zu verspeisen führte dazu das sich unter den meisten Bewohnern der menschlichen Sphäre schnell einen Ruf als gnadenlose Monstren erwarben.

Wendigo

The Stars have fallen AbEnd