Raumfahrt

Bis heute gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, auf langer Strecke durch das Universum zu reisen.

Allgemein

Bau und Start eines Raumschiffs sind naturgemäß aufwendige Unternehmungen gewesen, bis zur Entwicklung neuartiger Antriebssysteme. Dazu gehörten u.a. auch im Orbit stationierte Schiffswerften, ausgehöhlte Asteroiden als Treibstoffdepots, Weltraumaufzüge (z.B. ursprünglich auf Terra) und Gaußstartrampen für unbemannte Schiffe (da die Beschleunigung für Menschen tödlich wäre).

Innerhalb eines Systems werden in der Regel moderne Sublichtantriebe (z.B. Fusionsantriebe, Plasmatriebwerke, Solarsegel) eingesetzt, die eine Reisezeit von mehreren Wochen bis wenigen Monaten innerhalb eines Systems ermöglichen.
Für Reisen zwischen Systemen wird das Netz der Rauchenden Spiegel verwendet, welches mithilfe von Spiegeltoren betreten wird, da keine schiffsbasierten Spiegelantriebe existieren (wenngleich es auch Gerüchte über ein solcherart ausgestattetes Geisterschiff gibt).

Zur Sonderausstattung, die bei einigen Modellen serienmäßig enthalten war, gehörten dabei vor allem die speziellen Spiegelhüllen, die vor den Effekten des Netzes der rauchenden Spiegel schützen.

Einer der größten Sponsoren und Hersteller von Einzelteilen für die Raumfahrt, speziell Spiegelhüllen, war Novatec.

Frachttransport

Fracht wird für gewöhnlich in Weltraumcontainern transportiert, einem standardisiertem Behälter, ähnlich den klassischen Schiffscontainern. Sie erhalten eine minimale Atmosphäre aufrecht und schützen die Fracht vor dem Vakuum des Alls, jedoch nicht vor Strahlung oder den Spiegeleffekten. Es gibt neben Frachtcontainern auch Wohnmodule und mobile Laboreinheiten, die durch die Standardisierung leicht transportiert und flexibel eingesetzt werden können. Zum Transport eignen sich neben einer Unterbringung in einem internen Frachtraum, oder entsprechenden Haltevorrichtungen am Rumpf des Schiffes, auch externe Schleppaggregate, an denen ganze Bündel von Containern von einem Schiff gezogen werden können. Der externe Transport von Containern erlaubt es Schiffen so, die Spiegelhüllen auf den bemannten Teil des Schiffs zu reduzieren und so Energie zu sparen.

Raumkämpfe

Für Raumkämpfe etablierten sich im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Doktrinen. Großkampfschiffe verfügen über riesige Massebeschleuniger (z.B. auf Coilgun-Basis), die über den gesamten Rumpf hinweg verlaufen. Ihre Munition ist sehr begrenzt, ihre Vernichtungskraft entspricht jedoch der von mehreren Kilotonnen TNT. Zwar werden so viele Kämpfe auf extreme Distanzen geführt, für kurze oder mittlere Entfernungen sind die meisten Kampfschiffe mit seitlich angebrachten Waffen ausgerüstet, die klassische Breitseiten ermöglichen. Für den extremen Nahkampf sind Jäger und Enterschiffe ausgelegt.
Als Bewaffnung dienten früher weltraumtaugliche Projektilwaffen, Raketen, später alle Formen von EM-Waffen, bis hin zu Lasern und Plasmawerfern.

In der Defensive reichen die möglichen Maßnahmen von schwerer Panzerung und Energieschilden, über elektronische Gegenmaßnahmen und Antiraketen-Raketen bis zu Punktverteidigungsgeschützen gegen kleine Objekte wie Raketen und Raumjäger.

Schiffsklassen

Die Admiralität der Liga kategorisierte Raumschiffe in folgende Untergruppen, wobei die Übergänge oft fließend waren:

Transporter

Raumfähige Schiffe mit einer Transportkapazität von einem bis vierzig Weltraumcontainern stellten den Hauptanteil ziviler (v.a. privater) Raumschiffe dar. Dabei wurde unterschieden zwischen kleinen Transportern ohne Spiegelhüllen und großen Transportern mit Spiegelhüllen. In diese Kategorie fielen klassische Handelsschiffen, Lieferanten und Versorgungsschiffe, Enterkommandos und Truppentransporter, Passagierfähren und Panoramaschiffe, sowie Piraten und Schmugglerschiffe.
Diese Schiffe waren für gewöhnlich nur leicht gepanzert, kaum gepanzert und verfügten meist nur im militärischen Sektor über Energieschilde.
Zu militärischen Zwecken nutzte der EDP die unbemannte USVM18 Friend, sowie die bemannte Emerald-Klasse. Die Liga setzte auf die praktische und widerstandsfähige Tamer-Klasse.
Auch von den großen Konzernen gab es bekannte und gutverkaufte zivile Transporter, wie z.B. den Nanotec Spacetrans, den GTI Mk. IX, oder den NIKOM Explorer.

Frachter

Alle nicht für den Kampf gedachten Schiffe, mit einer Kapazität von über vierzig, meist mehrere hunderte bis zehntausende Weltraumcontainer wurden von der Liga als Frachter eingestuft. Meist waren dies gigantische Schiffe mit enormen Containerandockvorrichtungen und einer kleinen Crew, doch fielen in diese Schiffsgruppe der Einfachheit halber auch Kolonisierer, Gefangenentransporte oder interstellare Passagierfähren, sowie alle Arten von mobilen Fabriken und Bergbauschiffen.
Sie verfügten meist über Hangars für Shuttles, eine einfache Bewaffnung, im militärischen Sektor auch Panzerungen und Energieschilde, dann auch mit entsprechender Eskorte.
Berühmt waren die Gaia-Klasse des EDP, sowie die Keeper der Liga.
Im zivilen Bereich brachten die großen Konzerne mehrere Typen auf den Markt, wie z.B. die Nanotec CargoLifter, den KRME Segler, oder die NIKOM Red Star.

Raumjäger

Ein-Mann-Raumjäger waren die kleinsten weltraumfähigen Schiffe und als solche nur für sehr kurze Einsätze gedacht. Aufgrund von Energieinterferenzen bei mehreren Schildemittern, besaßen alle Raumschiffe über ein zentrales Schildsystem, das den gesamten Schiffsrumpf abdeckte. Das dabei erzeugte Kirillovfeld wurde dazu entsprechend gebeugt und hüllte das Schiff dabei quasi in einem magnetischen Elipsoid ein. Raumjäger waren signifikant langsamer als verschossene Projektile und Raketen und somit in der Lage, in die Schicht zwischen Kirillovfeld und Raumschiff einzudringen, wo sie ihr Ziel im Nahkampf bekämpfen konnten. Dazu waren sie meist mit einfachen Projektilwaffen, aber vor allem Raketen und Torpedos ausgestattet, die die Schiffspanzerung durchdringen und kritische System des Feindschiffs ausschalten sollten. Sie verfügten aufgrund ihrer Größe dabei selbst nur über eine dünne Panzerung und schwache Energieschilde und waren somit stets einer großen Gefahr ausgesetzt.
Der EDP setzte auf die massenhafte Verwendung von unbemannten Drohnen des Typs USVM37 Liberty, während die Liga Raumjäger des Typs Striker einsetzte. Dieses Modell platzierte das Cockpit direkt zwischen die vier Haupttriebwerke und die Steuerungsdüsen, sodass sich der Pilot nahezu in der Mitte der drei Rotationsachsen befand und somit gegenüber starken G-Kräften wesentlich unempfindlicher wurde.

Kanonenboote und Korvetten

Die kleinsten militärisch eingesetzten Raumschiffe, abseits der Raumjäger, wurden als Kanonenboote oder Korvetten bezeichnet. Sie dienten oft als einfache Patrouillen oder Eskorte für andere Schiffe innerhalb eines Sternensystems. Für interstellare Flüge waren sie mangels Spiegelhüllen nicht ausgestattet. Ihre Besatzung bestand dabei meist aus fünf bis zwanzwig Personen, die Bewaffnung reichte dabei von leichten Frontalgeschützen über einen Coilgun-Gefechtsturm bis hin zu Langstreckenraketen. Einfache Polizeiaufgaben konnten mittels Andockluken oder Schlepphaken für konfiszierte Weltraumcontainer ausgeführt werden.
Der EDP nutzte der unbemannten USVM66 Equality, die bemannte Bliss-Klasse. Die Liga nutzte die Punisher-Klasse.

Fregatten

Fregatten waren die kleinsten Schiffe, die im Alleingang Operationen durchführen konnten, im Gegensatz zu den größeren Zerstörern jedoch meist in einer Sonderfunktion. Zwar waren sie meist mit Spiegelhüllen ausgestattet, ihre Reichweite jedoch auf den Einsatz innerhalb eines Systems optimiert. Je nach Konfiguration waren sie in der Lage Transporter und kleine Frachter aufzurbingen, Piratenbasen und Schmuggler aufzuspüren und natürlich größere Raumschiffe im Kampf zu unterstützen. Dazu besaßen sie meist über ein zentrales Langstrecken-Frontalgeschütz und mehrere Gefechtstürme für nähere Ziele. Weiterhin waren kleine Hangars für ein bis zwei Shuttles üblich, jedoch nur wenig Stauraum für große Bodenfahrzeuge und dergleichen.
Auf Seiten der EDP kamen die unbemannte USVM116 Fraternity und die bemannte Faith-Klasse zum Einsatz. Die Liga nutzte bevorzugt Schiffe der Klassen Crusher und Dominator, erstere verfügte dabei über Plasmawerfer für Oberflächenbombardement.

Zerstörer

Zerstörer waren universell und unabhängig einsetzbare Großkampfschiffe, die aufgrund ihrer Konfiguration mit nahezu jeder Situation zurechtkommen konnten. Sie konnten jahrelang in multiplen Systemen operieren, bevor sie wieder einen Raumhafen ansteuern mussten und dabei alle möglichen Aufgaben, von Erkundung, Patrouille, Raumsicherung, Eskorte, Bombardement und offener Raumkampf übernehmen. Dazu besaßen sie über eine ausreichende Panzerung, Energieschilde, Spiegelhüllen, großkalibrige Frontgeschütze, mehrere Gefechtstürmen, seitliche EM-Kanonen-Batterien, sowie Hangars für maximal sechs Shuttles, Truppentransporte und Raumjäger. Für Bodenoperationen stand weiterhin genug Kapazität zur Unterstützung einer Infanteriekompanie mit Fahrzeugunterstützung bereit.
Auf Seiten der EDP stach in Kriegsjahren besonders die Freedom-Klasse hervor, während die Liga mit Erfolg die Fearless und Obliterator-Klassen einsetzte, letztere eine spezialisierte Schiffsklasse für Orbitalbombardements von Planeten.

Kreuzer

Die Lücke zwischen Zerstörern und den gigantischen Schlachtschiffen wurde von den Kreuzern geschlossen. Prinzipiell ähnelten sie den Zerstörern von ihren Aufgabenbereichen, waren dabei jedoch größer dimensioniert. So konnten sie bis zu einem Dutzend kleinerer Raumschiffe in ihren Hangars unterbringen oder ein ganzes Bataillon an Bodentruppen mit Fahrzeugunterstützung an die Front bringen.
Bekannt aus den vergangenen Kriegen sind die Victory-Klasse des EDP, sowie die Ravager-Klasse und Indomitable-Klasse der Liga. Der Transzendenten-Legionär Agamemnon nutzte bevorzugt ein Schiff der Ravager-Klasse, bevor er bei der Schlacht um Ares fiel.

Schlachtschiffe und Dreadnoughts

Diese Schiffe waren die Herrscher der interstellaren Schlachtfelder und sie erreichten dabei Größen von mehreren tausend Metern. Ihre Frontgeschütze konnten ganze Städte aus dem Orbit einäschern, ihre zahlreichen Gefechtstürme schützten sie vor Nahkampfangriffen durch Raumjäger, und ihre seitlichen Geschütze ermöglichten Breitseiten, die jedes gegnerische Schiff in ein glühendes, durch das kalte Vakuum treibendes Wrack verwandelten. Ihre Hangars beherbergten ein bis zwei Staffeln von Raumjägern, sowie genug Transportkapazitäten um ganze Brigaden auf Planeten abzusetzen.
Im Letzten Krieg traten für den EDP die Schlachtschiffe der Independence-Klasse, gegen die Dreadnoughts der Authority und Sovereign-Klasse der Liga der Freien Welten an.

Träger und Drohnenschiffe

Diese Schiffe spezialisierten sich vor allem darauf Raumjäger und Kampfdrohnen für den Kampf im Weltall zu transportieren und diese innerhalb von kürzester Zeit zum Einsatz zu bringen. Dazu kamen spezielle Schnellstartrampen zum Einsatz, die eine Raumjägerstaffel innerhalb weniger Sekunden in den Kampf schicken konnten. Zwar waren diese Ungetüme meist nur leicht bewaffnet, ihre Hangars konnten jedoch meist ein bis zwei ganze Geschwader aufnehmen und versorgen.
Berühmt waren für den EDP die unbemannte USVM333 Revolution, und die Eden-Klasse, für die Liga die Schiffe der Transcendence-Klasse.

Sonstige Schiffe

Darüber hinaus existierten noch nicht kategorisierte Sonderschiffe mit speziellen Aufgabengebieten, wie z.B. sogenannte Tarnschiffe, die mittels spezieller Techniken ihr Sensorenprofil minimierten und, obwohl nicht unsichtbar, schwer zu orten waren.

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The Stars have fallen AbEnd