Defensive

Schutzwesten

Arachnidfasern bilden den geistigen Nachfolger der Aramidfasern (wie z.B. Kevlar), und stellen, insbesondere nach dem Fall, die einfachste Möglichkeit dar den menschlichen Körper vor Beschuss zu schützen. Westen mit 40 Lagen Arach-X und Keramikeinlagen schützen zuverlässig gegen konventionelle Feuerwaffen und verhindern tödliche Verletzungen, wenngleich man immer noch mit schweren Prellungen und schlimmstenfalls Organrupturen rechnen muss.
Schwere Kampfwesten wurden auch vor dem Fall von den verschiedenen Militärs vor allem für Unterstützungstruppen fernab der Front, Milizen, aber auch leichte Fronttruppen eingesetzt. Für den zivilen Sektor waren darüber hinaus auch leichtere Schutzwesten verfügbar.
Nach dem Fall lassen sich noch immer haltbare Exemplare finden, während die größtenteils zerstörte Infrastruktur nur begrenzte Möglichkeiten zur Herstellung neuer Westen bietet. Vielfach wird daher auch auf leichter verfügbare Materialien mit weniger Schutzwirkung zurückgegriffen.

Körperpanzerung

Der Kampf im All erforderte auch neue Schutzausrüstung und eine der ersten Maßnahmen waren mit Arach-X verstärkte Raumanzüge mit integrierter Schutzweste. Mit der Zeit konnte der Schutz durch Hinzufügen von Titan-Carbon-Platten erhöht werden, die neuartigen Körperpanzerungen blieben jedoch sperrig und unbeweglich, und somit zunächst auf einen Einsatz im All beschränkt. Durch das Hinzufügen spezieller und miniaturisierter Servomotoren konnte jedoch schließlich die Beweglichkeit des Anzugs erhöht und somit die Mobilität des Trägers wiederhergestellt werden. Solche Panzerungen, die ihr eigenes Gewicht tragen können, werden oft als “Powered Armour” (oder Power-Armor) bezeichnet, und diese stellten vor dem Fall eine der wenigen Möglichkeiten dar, die eigenen Truppen in jeder beliebigen Atmosphäre zu schützen. Berühmt wurden vor allem die an den Körper angepassten Rüstungen der EDP Space Marines, die zu ihrem Markenzeichen wurden.
Nach dem Fall ist es schwer an intakte Modelle zu gelangen, die über funktionierende Servomotoren und Bordcomputer besitzen, doch werden noch immer Träger solcher, oftmals modifizierter, Panzerungen gesichtet.

Exoskelette

Exoskelette bezeichnet in diesem Fall die schweren Panzerungen der Cyborg-Schocktruppen der Liga, die eine Mischung aus Rüstung und Prothese darstellen. Tatsächlich wird ein Träger direkt mit dem Exoskelett verbunden, je nach individuellem Prothesen-Profil, sodass die Rüstung eine Erweiterung des Körpers darstellt. Folglich müssen Exoskelette individuell für ihre Träger hergestellt oder modifiziert werden, was ihre Verfügbarkeit, besonders nach dem Fall, stark einschränkt.
Ihre Schutzwirkung in Verbindung mit uneingeschränkter Mobilität negieren diese Nachteile jedoch, da sie ihre Träger beinahe unverwundbar gegen konventionelle Feuerwaffen und begrenzt gegen direkte Granattreffer machen. Die EDP war gezwungen neue Waffen zu entwickeln und erst der Einsatz tragbarer Railguns, die die Exoskelette durchdringen konnten, konnte den Vorstoß der Liga aufhalten.
Durch den Einsatz spezieller Landemodule, konnten mit Exoskeletten auch orbitale Landemanöver durchgeführt werden, so z.B. bei der Schlacht um Ares.

Energieschilde

Unter Energieschilden versteht man Maßnahmen zum Schutz eines Objekts unter Verwendung von Energie. Dabei wird zwischen zwei Typen unterschieden:

  • Plasmaschilde: Schon kurz nach Beginn der Raumfahrt wurde ein Weg gesucht die Besatzun gegen kosmische Strahlung zu schützen. Dazu wurde das Raumschiff mithilfe eines Magnetfels mit einem Plasma umhüllt, das, ähnlich der Magnetosphäre der Erde, Strahlung vom Schiff fernhält. Militärisch gesehen bietet ein solcher Schild keinen brauchbaren Schutz gegen Waffen.
  • Kinetische Barrieren: Der russische Wissenschaftler Andrei Petrovich Kirillov entdeckte eine Möglichkeit magnetische Felder gezielt zu manipulieren und zu steuern. Unter hoher Energiezufuhr war es ihm möglich so Gegenstände von sich wegzudrücken, ohne sie zu berühren. Diese als Kirillov-Effekt bezeichnete Eigenschaft des Magnetismus bildet das Fundament der modernen Schildtechnologie. Kirillov wurde Zeit seines Lebens dafür kritisiert die Energieversorgung einer Kleinstadt für seine Experimente zu beanspruchen. Er starb in seinem Labor, als er zwei seiner Geräte, die ein konstantes magnetisches Kirillovfeld erzeugten, gleichzeitig einschaltete. Die beiden Felder erzeugten übereinander eine starke Resonanz, die die Emitter überlastete und explodieren ließ.
    Glücklicherweise führte sein Freund Edgar Ramirez die Forschungen fort. Der von ihm entwickelte Kirillov-Ramirez-Emitter spart 99% der Energie ein, indem er ein extrem schwaches Kirillovfeld um das Gerät herum aufbaut. Trifft jedoch ein ausreichend schnelles Objekt auf dieses Feld, wird das Feld an dieser Stelle massiv verstärkt und das Objekt abgelenkt: Die Grundlage der Kinetischen Barriere.
    Diese Schutzschilde sind, unter Energieverbrauch, in der Lage alle ausreichend schnellen Projektile abzulenken. Moderne Schildemitter sind sogar in der Lage Unterschallmunition zu deflektieren. Um einen solchen Energieschild zu durchdringen muss der Träger entweder in den Nahkampf gezwungen werden, oder das Feld bzw. die Energieversorgung des Emitters überlastet werden, entweder durch einen Railgun-Volltreffer im rechten Winkel, oder massivem Beschuss aus einem oder mehreren MGs. Der Träger kann so gezwungen werden Deckung zu suchen, bis die Energieversorgung des Emitters wiederhergestellt ist.
    Barrieren sind im schwachen Zustand nur mit magnetoskopischen Methoden sichtbar, bei Aktivierung ist ein starkes Luftwabern an der Stelle des Auftreffens sichtbar.
    Vor dem Fall stellten kinetische Barrieren eine beliebte Schutzvorrichtung für Offiziere, Elitetruppen, Fahrzeuge und Raumschiffe dar. Nach dem Fall ist es schwierig geworden an ausreichend Ersatzteile, Energiequellen oder elektronisches Know-how zu gelangen, sodass der Wert intakter Kirillov-Ramirez-Emitter massiv angestiegen ist.

Defensive

The Stars have fallen AbEnd