The Stars have fallen

Log13

La Fenice

Die Bunkertür erwies sich zunächst als äußerst massiv und die Scavenger untersuchten zunächst mögliche alternativen Eingänge. Sie stellten fest, dass schon zuvor mindestens zwei Personen mit einem Flieger angekommen, das Gebäude einmal inspizierend umrundet, anschließend mühelos betreten und wieder verlassen haben musste. Nach Auswertung der Spuren, schloß Prometheus ein Intercom-System an der Tür kurz, worauf diese sich öffnete.

Innen bemerkten die Scavenger zuerst ein Kamerasystem, das durch einen Bewegungsmelder an der Tür aktiviert worden war. Nichtsdestotrotz begannen sie die Räume systematisch zu durchsuchen. Sie stellten fest, dass die Strom- und Wasserversorgung eingestellt war, doch wirklich überraschend waren die Aufenthaltsräume und die Schlafsäle. Die Betten der letzteren beinhalteten dutzende, inzwischen mumifizierter Leichen, aller Altersgruppen und Geschlechter. Todesursache ungeklärt.

Die Gruppe reaktivierte schließlich die Stromversorgung des ersten Stockwerks, nachdem Rook zwei leichten Geschütztürmen klarmachte, dass Widerstand zwecklos sei und konnte so auf die kleinen Arbeitsrechner in den oberen Büroräumen zugreifen.

Die Aufnahmen der Videokameras zeigten, dass zuvor zwei vermummte Gestalten, eine davon klein, der andere eindeutig ein Wendigo, die Anlage betreten hatten, auf direktem Wege ein Archiv im unteren Stockwerk aufsuchten und einige Bücher entfernten, bevor sie die Anlage wieder verließen.

Auch ein vergangener E-Mail-Verkehr ließ sich rekonstruieren. So wurde auf Prometheus II an einem Projekt “La Fenice” gearbeitet, welches später unter anderen Umständen auf Ares fortgesetzt wurde, in Zusammenhang mit einem Projekt “Firebird”. Amaris, die Anführerin der Überlebenden, konnte dazu etwas Kontext liefern und nannte die Namen mehrerer Wissenschaftler, die im Letzten Krieg für eine Organisation namens RESET arbeiteten. Von dieser ging dann angeblich auch das Projekt Phoenix aus, das letztlich zum Fall führte.

Auch das untere Stockwerk wurde anschließend systematisch durchsucht, nachdem zuvor auch dort wieder der Strom angestellt wurde. Rook ließ es sich nicht nehmen, nach 30 Jahren im Dschungel, eine funktionsfähige und mit sauberem Wasser arbeitende Toilette zu benutzen, bevor die Gruppe sich über das Archiv und weitere Arbeitsrechner hermachte.

Es wurde klar, dass auf Prometheus II noch ein weiteres Spiegeltor existiert, dieses allerdings nicht funktioniert. Das Tor, über das die Scavenger auf den Planeten kamen hingegen, führt nachweislich auch zu einem weltraumgebundenen Tor im Orbit von Meridas VI, und möglicherweise existieren noch weitere Tore im Meridas-System, so die Schlüsse der Gruppe. Fachmännische Kenntnisse besitzen jedoch lediglich diejenigen, die sich selbst als Spacer bezeichnen.

Unruhe verbreitete bei der Gruppe die Erkenntnis, dass noch zwei weitere KIs entdeckt worden waren. Neben Excalibur auf Meridas III, soll sich Helios im Sol-System und Aegis auf einen der Monde von New Eden, im Prometheus-System befinden.

Zuletzt durchsuchten die Scavenger noch das Archiv und die dortigen Rechner, die offensichtlich auch nach dem Fall noch gepflegt worden waren. So fanden sie Statistiken über die Bevölkerungszahl von Prometheus II, und es wurde offensichtlich, dass auch nach dem Fall weitere Kämpfe, Seuchen und eine globale Klimaänderung die Bevölkerung radikal schrumpfen ließ. Und es wurde klar, welche Bücher die vorherigen Besucher mitgenommen hatten: De Bello Gallico, Die Kunst des Krieges, und Prinzipien interstellarer Raumfahrt.

Schließlich beschloss die Gruppe aufzubrechen und in Ermangelung eines ausreichenden Treibstoffvorrats erstmal nach Meridas III zurückzukehren. Am Horizont tauchte einer von Excaliburs Aufklärungshelikopter auf, dem die Scavenger nur mit Mühe entkommen konnten und es kam beinahe zum Streit, als darüber diskutiert wurde, ob Amaris die gefundenen Vorräte zu ihren Leuten bringen könnte.

Als die Scavenger zu Amaris Gruppe zurückkehrte, trafen sie auf Lou, den dritten Befehlshaber, mit acht Soldaten, Allesamt bewaffnet. Sie forderten die Gruppe auf ihr Fluggerät und ihren Piloten zu übergeben. Amaris und Prometheus versuchten den Rädelsführer von seinem Vorhaben abzubringen, wobei Prometheus angeschossen wurde. Nur das rasche Eingreifen der Empathin verhinderte einen Kampf, als sich ihre Waffe an die Schläfe hielt, dazu entschlossen sich selbst umzubringen, wenn irgendjemand von ihren Freunden noch zu Schaden kommen würde.

Amaris beschloss die Gruppe auf ihrem Flug zu begleiten, um sicherzustellen, dass diese sich an ihr Wort halten und ihre Leute von diesem lebensfeindlichen Planeten holen würde. Als die Scavenger mit ihrem Flieger in den Spiegelraum eintraten, fiel jedoch die Spiegelhülle aus, woraufhin sie die Kontrolle über den Raumer verloren. Als sich die Systeme wieder stabilisierten, hatten sie jedoch bereits ihren Kurs und jegliche Orientierung verloren.

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AbEnd

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