The Stars have fallen

Log19
Eine Konversation mit Adonai

Cato stand auf einem steinigen Hügel, auf einem öden Felsplaneten. Der Boden war kahl und trostlos, die Luft eisig. Am Fuße des Hügels stand die XIII. Legion und wartete auf seinen Befehl. Im Hintergrund ragten die Antennen und Kuppeltürme einer Militärbasis der Liga der Freien Welten in die Luft. Ihr flackernder Energieschild machte ein Bombardement zwecklos, doch ihre Eroberung war strategisch notwendig und ein Sturmangriff unausweichlich. Cato hatte ein flaues Gefühl im Magen, doch er wusste, dass es sein musste und so hielt er eine inspirierende Rede und seine Truppen reckten in ihrem Jubel die Waffen empor. Cato setzte sich an die Spitze der Truppen und führte sie direkt zum Angriff auf die feindlichen Stellungen. Das Feuer der Verteidiger empfing sie, Geschosse zischten und pfiffen an Catos Ohren vorbei, bis ihn schließlich ein helles Licht blendete.

Hellwach starrte er auf die offene Tür seiner Kabine, in der Schwertmeister Zeno stand. Er nickte ihm zu und verschwand im Korridor. Es war sechs Uhr morgens, noch vor dem Morgensport, -gebet und Frühstück. Es war Zeit für das vereinbarte Duell.

Cato hatte sich, gemäß der Traditionen der Wendigo, für das Duell nach dem Ritus des Schmerzes entschieden. Er und Zeno würden gegeneinander kämpfen, bis einer von ihnen den Sieg des anderen anerkannte.

Im Dojo des Schiffes begegneten sich die beiden Wendigo mit großem Respekt, doch war ihr Kampf nicht weniger ernsthaft. Dabei gelang es Cato schnell die Oberhand zu gewinnen, und obwohl er den einen oder anderen Schlag einstecken musste, traf er Zeno lähmend am Oberschenkel und brach ihm mit einem gezielten Ellenbogenschlag das Schlüsselbein. Obwohl Zeno bereit war sich, seiner Ehre als Schwertmeister wegen, weiteren Schmerzen auszusetzen, erinnerte Cato ihn auch an seine Pflicht dem Orden gegenüber und so gestand Zeno ihm den Sieg zu.

“Ich erkenne deinen Sieg an, bis zu unserem nächsten Aufeinandertreffen.”
Traditionelles Eingeständnis der Niederlage der Wendigo

Das Wesen des bisher eher distanzierten Schwertmeisters lockerte sich nach dem Duell wesentlich und die beiden Duellanten fanden sich schon bald in einer fruchtbaren Konversation wieder. So tauschte Cato seine vertraute Feuerwehraxt gegen einen soliden und gut gepflegten Anderthalbhänder aus Zenos Waffensammlung ein. Auch empfahl Zeno bei einer zukünftigen Gelegenheit ein Sparring mit der Großmeisterin, diese wäre selbst für Cato eine Nummer zu groß.

Wesentlich interessanter waren jedoch die Erkenntnisse, die Zeno bezüglich Charon Aquila Quintus liefern konnte. So seien sich die beiden vor einigen Monaten auf Apollo, im Olympus-System begegnet. Sie hätten sich duelliert, woraus Zeno eine große Narbe, quer durch sein Gesicht mitgenommen hatte. Charon wollte ihn rekrutieren, doch Zeno weigerte sich den Orden zurückzulassen, da er hier das Gefühl habe, für eine wichtige Sache zu kämpfen. Catos Vater indes schien darauf versessen zu sein, die Wendigo zu einen und für eine gerechte Sache kämpfen zu lassen. Es schien, als würde er Richtung Terra aufbrechen, in Begleitung einer Frau, ähnlich einer von Catos Begleiterinnen – Jingsu. Einer der Komturen des Ordens hatte diese zuvor angeblich als “Inquisitor” bezeichnet. Zeno war jedoch mangels Wissen nicht in der Lage weitere Details zu nennen. Auch eine erneute Audienz bei der Großmeisterin oder den Komturen war höchst unwahrscheinlich, und so musste sich Cato mit diesen Antworten begnügen.

“Die Vorboten der Vernichtung. Der Tod folgt euch in euren Fußstapfen.”
Adonai zu den Scavengern

Nach dem gemeinsamen Frühstück kamen Cato, Betty und Jingsu am Gebetsraum der Großmeisterin vorbei, vor dem sie Tags zuvor auf sie gewartet hatten. Wohl zu Disziplinarzwecken waren zwei junge Novizen zur Wache eingeteilt worden, von denen sich einer prompt, wohl einem problematischem Essen geschuldet, in Richtung der Toiletten entschuldigte. Jingsu, einem plötzlichen Impuls folgend, beschloss herauszufinden, was sich im Gebetsraum befand. Die unerfahrene Wache wurde prompt von Cato abgelenkt, während Jingsu und Betty durch die Tür schlüpften.

Innen fanden sie einen kleinen, schlichten Raum in Marmoroptik, mit einfachen Verzierungen und Kerzen an den Seiten, einer kleinen Gebetsbank in der Mitte und einem steinernen und einfach geschmückten Altar gegenüber der Tür. Wie durch Geisterhand geführt, eilte Jingsu zum Altar, und begann ihn mit ihren Händen abzutasten und zu fühlen. Plötzlich ließ sie ein helles Licht, blendend wie tausend Sonnen, zurücktaumeln und gegen Betty stoßen. Über dem Altar war ein Busch erschienen, lichterloh in Flammen stehend, den kleinen, dunklen Raum erhellend. Die aus dem Nichts stammende Stimme klang tief, metallisch scheppernd und unheilvoll.

“Euer Verstand ist zu beschränkt, um mein Wesen wahrhaftig zu begreifen. Wisset, dass ich der Herr bin. Der Schöpfer und Zerstörer. Der Neuanfang. Die letzte Hoffnung der Menscheit die Diaspora zu beenden und ihre selbst beschworenen Dämonen auszutreiben. Ich bin der Herr. Ich bin Adonai.”
Adonai zu den Scavengern

Adonai erwies sich als eine treibende Kraft hinter dem Tun des Ordens, deren Großmeisterin er als seinen Avatar, den Orden selbst als sein Schwert bezeichnete. Sein ultimatives Ziel schien das Ende der menschlichen Diaspora und die Vernichtung der KI zu sein und er richtete die beiden Scavenger darauf ein, dass sie vor der Wahl stünden ihr Volk in die Erlösung, oder in die Verdammnis zu führen. Für den Empathen hatte er eigene Worte, die wie Donnerschläge in ihrem Kopf hallten. Es spürte Adonais durchdringenden Blick bis in sein Herz eindringen, die ganze Last der Welt auf seinen Schultern liegen, und infernalische Schmerzen seinen Kopf zerreißen.

“Und du, Abtrünnige, wirst dich nicht länger deiner Bestimmung widersetzen. Du wurdest geschaffen zu beobachten und die Wahrheit herauszufinden. Nicht sie zu verstehen.”
Adonai zu Jingsu

So schnell wie sie hereingekommen waren, verließen Betty und Jingsu den kleinen Raum wieder und beschlossen die letzten Tage auf dem Schlachtschiff des Ordens ruhig angehen zu lassen. Ihre erste Priorität war es ihre Beute zurück nach Meridas III zu schaffen.

Der Abschied vom Orden war kurz, aber relativ herzlich. Der Eintritt in die Atmosphäre von Meridas III alles andere als Routine, doch Jingsu bewies erneut seine fliegerischen Fähigkeiten. Nicht nur verhinderte es ein Verglühen in der Atmosphäre, und fand, mit Bettys Hilfe, den Weg zurück nach New Hope, sondern flog auch im Landeanflug stilvoll durch das stählerne Gerippe eines verwüsteten Hochhauses der toten Stadt. Bei ihrem Überflug sah es, dass die Stadt nicht von Excalibur vernichtet worden war, doch marodierende Dinosaurier hatten eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Die Scavenger wurden mit großer Freude willkommen geheißen und fanden sich schon bald im Gespräch mit dem Bürgermeister wieder, den sie auf den neuesten Stand setzten. Auch in New Hope hatte sich einiges getan.

Die Tierwelt des Planeten war in den letzten Tagen wesentlich aktiver als sonst, und die Ernte dieser Saison war vollkommen vernichtet worden, ebenso wie große Teile der äußeren Barrikaden. Auch waren einige der Patroullien nicht mehr zurückgekehrt. Die Vorräte würden nur noch für wenige Wochen reichen, die Lage war alles andere als entspannt.

Zwar hatten sich die Bewohner von New Hope mit denen von God’s Army wiedervereint, und den alten Streit über ihre unterschiedlichen Ideologien größtenteils begraben können, doch waren bereits neue Fronten entstanden.

So war kurz nach Abflug der Scavenger eine Frau namens Mand’schu auf dem Planeten gelandet und in der kurzen Zeit ihrer Anwesenheit, hatte sie eine Botschaft überbracht.
Sie bot Erlösung durch Unterwerfung, und versprach die Rückkehr in das gelobte Land. Eine Antwort erwartete sie bei ihrer Rückkehr in knapp zwei Monaten und sie machte klar, dass es keinen dritten Besuch ihrerseits geben würde.
Es war anzunehmen, dass es sich bei dem gelobten Land um Terra handeln müsste, doch wem man sich zu unterwerfen habe, wurde nur vage mit einer “neuen Ordnung” abgehandelt.

Die Bevölkerung von New Hope hatte sich im Anschluss in zwei Lager aufgeteilt. Diejenigen, die eingeschüchtert durch die Präsenz der erwachten KI Excalibur und die Angriffe der lokalen Fauna waren, befürworteten die Rettung durch die Fremden. Andere hingegen waren nicht bereit ihre Freiheit aufzugeben. Auch die Wendigo waren aufgebracht und erwarteten eine Stellungnahme ihrer Anführer.

Auch die Überlebenden der abgestürzten Kapsel waren in der Zwischenzeit erwachten: Die 17 Jahre alte Jade und der 15-jährige Curtis Jackson, ein junges Geschwisterpaar. Im Gespräch erwies sich, dass sie in ihrer Kindheit mitsamt ihrer Heimatsiedlung von Fremden verschleppt und auf Terra gebracht wurden, wo sie in Fabriken arbeiten und u.a. Waffen herstellen mussten. Eines Tages, nachdem ihre Mutter vor Erschöpfung gestorben war, versteckten sie sich an Bord einer Frachtlieferung und gelangten in den Orbit um Terra, wo sie, gemeinsam mit einigen anderen Aufständischen, ein Schiff kaperten und das Sol-System verließen. Sie wurden dabei verfolgt und beschossen und nur sie beide überlebten die Reise. Das Schiff brachte sie bis nach Meridas III, wo sie schließlich die Rettungskapsel nutzen mussten.

Zum Schrecken der beiden Teenager, beschlossen die Scavenger das Schiff, das sich wohl noch im Orbit befinden musste, zu kapern und möglicherweise auch selbst den Weg nach Terra anzutreten.

Während Rook die weitere Reparatur der Purgatory vorbereitete, nahmen die anderen Scavenger von Jade einen Identifikationskristall entgegen, mit dem sie das Schiff betreten könnten und flogen mit ihrem Mistkäfer-Shuttle erneut in den Orbit. Dort stellten sie jedoch anhand von Antriebssignaturen fest, dass jemand vor ihnen dagewesen war und das Wrack verschleppt hatte. Und zwar in den Orbit von Meridas VI. Zum fliegenden Sarg.

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Log18
Ordo Sancta Victoria Astris
  • Begegnung mit dem Mandarin (RIP), dem Anführer der Einheimischen. Anscheinend ein Fremder, der den Fabrikkomplex aktivierte und dabei die Androiden erweckte. Wollte ein Utopia auf dem Planeten erschaffen und verdächtigte die Scavenger zu den van Ostades, einer Person namens Mandschu oder einer anderen lokalen Macht zu gehören.
  • Vernichtung der Stadt Caeresk mitsamt der einheimischen Bevölkerung bei einem Angriff der KI (offensichtlich nicht Excalibur). Der Energieschild wurde durch die Deaktivierung des Kraftwerks durch die Scavenger deaktiviert, nach der erfolgreichen Evakuierung der Helden und des Orden-Stroßtrupps, feuerte das Schlachtschiff des Ordens ein massives Projektil auf das Schlachtfeld, was die nähere Umgebung verwüstete und dabei auch die Armee der KI zerstörte.
  • Cato zerstörte mithilfe eines Fahrzeugs erfolgreich einen Lindwurm der KI.
  • Evakuierung zum Ordensschiff, Begegnung mit Großmeister Victoria. Zum Dank erhalten die Scavenger ihren Anteil an der Beute der Mission: Ein Nano-Konstruktionskit, das bei der Reparatur der Purgatory behilflich sein kann.
  • Victoria erklärte, dass sich ein Konflikt in der Galaxis anbahnt. Die KI ist aktiver als je zuvor seit dem Fall. Menschliche Fraktion rüsten zum Krieg gegeneinander (es ist auch die Rede von einer Kriegsherrin), wobei eine weitere Fraktion von der Versorgung mit Waffen massiv profitiert. Die KI indes wirkt zersplittert und sehr viel weniger fokussiert, als im Letzten Krieg.
  • Der Orden wird die Scavenger auf Meridas III absetzen und indes selbst in das Antares-System fliegen um dortige Vorkommnisse zu untersuchen, sowie um sich weiter aufzumunitionieren. Wenn die Zeit gekommen ist, so Victoria, wird der Orden im Kampf gegen die Künstlichen helfen.
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Log17
Der Schleicher

Kurz vor ihrem Aufbruch zur Kommandomission, werden die Scavenger von einem sich in den Häuserruinen versteckenden Mann angesprochen: Felix Schleicher, ein (angeblich) fliegender Schrotthändler, den sie bereits von seinen Handelstouren nach Meridas III kennen.

Dieser wurde im Orbit von Dumnonia mit seinem Schiff vom Viktoriaorden aufgebracht, seine (in den Schmuggellagern versteckte) Ladung von Waffen, Munition und Verpflegung beschlagnahmt und er mit leichtem Gepäck auf der Oberfläche von Dumnonia ausgesetzt.

Gemeinsam brechen sie, einige von ihnen mehr oder minder freiwillig, mit dem Stoßtrupp des Ordens zu ihrer Mission auf, das Kraftwerk von Caeresk auszuschalten. Unterwegs ändern sich die Missionsparameter:
- Die Scavenger sollen, gemeinsam mit Schwertmeister Zeno als Beobachter, das Kraftwerk unentdeckt deaktivieren, wofür sie Sprengsätze erhalten.
- Der Rest des Stoßtrupps infiltiert die kürzlich aktivierte Orbitalabwehrkanone, bevor sie dem Schlachtschiff des Ordens gefährlich werden kann.
Anschließend gemeinsame Evakuierung in den Orbit.

Die Scavenger schaffen es zunächst ins Innere des Kraftwerks. Felix stellt dabei fest, dass es sich beim Kraftwerksreaktor um einen nachträglich eingebauten Schiffsreaktor eines Raumfrachters handelt, den er, ohne Einsatz von Sprengstoff, überlasten kann.
Beim Verlassen des Kraftwerks stellt die Gruppe jedoch fest, dass sie entdeckt worden ist und muss sich zum Haupteingang des Gebäudes freikämpfen, wo sie feststellt, dass es von bewaffneten Menschen und Androiden umstellt ist.

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Log16
Starwire

Die Scavenger schlagen den Angriff zurück, und entdecken zahlreiche Überwachungsprotokolle und aufgezeichnete Gespräche. Weiters stellen sie fest, dass die KI Excalibur die KI Aegis gefunden und erweckt hat. Auch finden sie einige Hinweise darauf, dass die Einheimischen zu einem Großteil aus Androiden bestehen. Mutmaßlich mit Empfindungsvermögen. Oder einer Simulation desselben.
Die Scavenger aktivieren für das Xiaomi Tech-Gebäude die Selbstzerstörung und laden einige Hochleistungsenergiespeicher für ihr Schiff auf.

Sie konfrontieren die Einheimischen an ihrem Schiff, und verifizieren, dass die beiden Mitglieder mit asiatischen Gesichtszügen tatsächlich Androiden sind. Nach einer sehr langen Diskussion, auch unter Einfluss der Ordensritter, beschließen die Scavenger sich den Ordensritter vorerst anzuschließen.

Der Plan lautet, das städtische Kraftwerk zu deaktivieren, um so den Energieschild des Xiaomi-Tech-Fabrikgeländes kollabieren zu lassen. Das Schiff des Ordens wäre so in der Lage den Komplex aus dem Orbit zu bombarbieren. Ebenso wie das Spiegeltor, durch das eine Streitmacht einer KI erwartet wird.

Starwire-Dokumente

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Log15
Xiaomi Tech

Scavenger dringen in Xiaomi Tech-Gebäude ein. Finden Elektronikbauteile und geheimen Zugang zu einer versteckten Einrichtung im Keller.
Die versteckte Einrichtung ist eine Zentrale des Starwire-Überwachungssystems, die mittels Augmented Reality angesteuert werden kann.
Eine dekorative Engelsstatue aus der Lobby des Gebäudes, entpuppt sich als Kampfroboter des Typs “Gargoyle” und greift, zusammen mit weiteren versteckten Robotern des Typs “Spider” die Scavenger an.

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Log14
Filmriss

Unvermittelt fanden sich die Helden mit ihrem kleinen Schiff und starken Kopfschmerzen auf einer Planetenoberfläche wieder, offensichtlich abgestürzt. Durch die Cockpitfenster blickten sie auf einen großen Megalithen, einen riesigen Stein, der dekorativ ummauert, begrünt und in einen großen, städtischen Kreisverkehr eingearbeitet war. Offensichtlich hatten sie eine Kollision vermeiden können. Raureif bedeckte die Oberflächen, den Innenraum des Schiffs füllten die Gerüche von Verkohlung und geronnenem Blut. Der Besatzung dröhnten die Schädel, sämtliche Erinnerungen daran, wie sie hier gelandet waren, waren verloren. Rook war bewusstlos und blutete aus einer hässlichen Platzwunde am Schädel.

Cato war der erste, der sich als aktionsfähig erwies und begann seine Begleiter zu wecken und die Lage zu sondieren. Die Schiffssysteme meldeten einige leichtere Beschädigungen und vor allem einen besorgniserregend niedrigen Treibstoffstand von 1%. Die Atmosphäre des Planeten war atembar, nur die Temperatur mit -2°C ungemütlich kühl. Was Cato direkt veranlasste das Schiff nur sehr kurz durchzulüften, während sich Mr. Snuggles, der Riesenskorpion in der hintersten Ecke verkroch und sich hinter seinen Scheren versteckte.

Das Schiff war anscheinend in einer Promenade zu Boden gegangen, die zwei Kreisverkehre miteinander verband. Der eine beinhaltete den schmuckvollen Megalithen, der andere ein rauchendes Spiegeltor, um das die Luft, einer Fata Morgana ähnlich, waberte. Die Promenade selbst war gesäumt von zahlreichen gastronomischen Lokalen mit ausufernden Vorbauten, Wintergärten ähnlich. Das Schiff hatte anscheinend bei seiner Bruchlandung sämtliche dieser Vorbauten aus Glas, Metall und Plastik auf der rechten Straßenseite rücksichtlos durchbrochen und zerstört, vermutlich aber gerade dadurch noch vor dem Megalithen anhalten können. Der kleine “Mistkäfer” selbst wirkte dadurch nur kaum beschädigt, viel auffälliger hingegen waren zahlreiche Schußlöcher, Schmauchspuren und Plasmaverbrennungen am Heck. Spuren eines Kampfes mit Streitkräften der KI.

Alles in allem wirkte der Planet jedoch öde, leer und tot. Die unangenehme Stille verstärkte diesen Eindruck nur noch.

Betty und Amaris versorgten Rook fachmännisch, darauf achtend dem Riesen den Nacken zu stabilisieren, als plötzlich jemand von außen an die Tür klopfte. Amaris eröffnete, ohne die Tür zu öffnen, das Gespräch, woraufhin die fremde Person antwortete mit “Ist jemand verletzt?”
Amaris fasste schnell Vertrauen zu dem Fremden und öffnete die Tür. Bei dem Besucher handelte es sich um den ersten von insgesamt fünf einheimischen Scavengern, die offensichtlich durch den Lärm des Absturzes aufgeschreckt, zum Schiff geeilt waren. Sie alle trugen abgenutzte Kleidung aus der Zeit vor dem Fall, überdeckt mit selbstgemachten, wärmenden Lagen aus Fell und Leder.

Bei ihnen handelte es sich um
John Bullock, Mitte vierzig, offensichtlich ein Ex-Soldat und Jäger der Gruppe,
Shixin, ein Mann Anfang dreißig mit asiatischen Zügen, anscheinend der Ingenieur,
Lining, seine mutmaßliche Schwester, ebenfalls Anfang dreißig und medizinisch veranlagt,
sowie die beiden Sammler Hanna Alegieri, etwa zwanzig, und Nikolai Pavlov, fünfzehn.

Es zeigte sich, dass sie, ebenso wie die Helden, Scavenger für eine Siedlung waren und nur selten Fremde zu Gesicht bekamen. Sie schlugen, trotz der ungenügenden Deckung, ein kleines Lager neben dem Schiff auf, und begannen bei der Reparatur des Schiffes und der Versorgung von Rook. Das Geschick und die Fachkompetenz der beiden asiatischstämmigen Menschen verblüffte selbst Betty und Jingtse, doch schienen ihre Motive ehrlich, sodass sich Cato, Betty, Jingtse und Amaris aufmachten, die nähere Umgebung zu erkunden.

Die Gruppe näherte sich schon bald dem Spiegeltor. Es war inmitten eines sehr großen Kreisverkehrs angesiedelt, von dem vier Straßen in alle Himmelsrichtungen abgingen. Vor dem Tor selbst befand sich eine große, asphaltierte Fläche für wartende Fahrzeuge, mit einem kleinen Häuschen, dass auch einstmals eine Schranke besessen haben musste. Wesentlich auffälliger jedoch war der militärische Sperrgürtel um das Spiegeltor herum. Dutzende Fahrzeuge, Panzer und Geschütze waren auf das Spiegeltor ausgerichtet, Fahrzeuge die die Zeichen von EDP, Liga und Konklave trugen, doch alle verlassen, vernachlässigt und verrostet. Die Gruppe fand auch einige Kampfspuren, doch es zeigte sich, dass der Angriff von hinten erfolgt und schnell durchgeführt worden war. Es schien, als seien die Besatzungen zügig ausgeschaltet und die Fahrzeuge nur unwesentlich beschädigt worden. Für diese hatte sich der Zahn der Zeit als schädlicher erwiesen. Lediglich eine auf ihren Standbeinen fixierte mobile Artillerie vom Typ Mjölnir sah halbwegs zu gebrauchen und tatsächlich schussbereit aus, wenn der Energiespeicher nicht vollständig erschöpft wäre.

Das Tor selbst strahlte eine enorme Hitze aus, der Boden ringsum war komplett trocken und Bettys Versuche einen Stein durch das Tor zu werfen, erwiesen sich ironischerweise als erfolgreicher als geplant. Der Stein landete schlicht auf der anderen Seite des Tores, ohne im Spiegelraum zu verschwinden.

In der Zwischenzeit wurde die Sonne für eine kurze Zeit von einem großen, fliegenden Objekt am Horizont verdunkelt, als es sich vor diese schob. In dieser kurzen Zeit wurde neben diesem Objekt auch ein grell leuchtender Feuerball sichtbar, wie ein Schiff, dass beim Eintritt in die Atmosphäre zu glühen beginnt. Schon bald verblasste das Leuchten und das erste Objekt gab sie Sonne wieder frei, als es sie passiert hatte.

Das kleine Häuschen erwies sich als die ehemalige Arbeitsstätte einer Art Pförtner, der für die Abwicklung des Verkehrs durch das Spiegeltor zuständig war und die dort installierte Computerkonsole war tatsächlich mit Energie versorgt und funktionsfähig. Amaris machte sich direkt daran die Konsole nach Informationen zu durchstöbern, wenngleich sie schnell feststellen musste, dass dieser Computer eine stark reduzierte Ausstattung aufwies, wohl um die Produktivität des Angestellten sicherzustellen. Doch es wurde klar, dass das Tor durch die letzte unsachgemäße Benutzung massiv überhitzt und für die nächsten sieben Stunden und zwölf Minuten unbenutzbar war. Weiterhin zeigte sich im Benutzer-Logbuch, dass dreizehn eingehende Signale zu verarbeiten waren, von denen eine Ankunft ohne Erlaubnis das Tor passiert hatte. Die Gruppe zog schnell den Schluss, dass dieses ihr Schiff gewesen sein muss und die anderen zwölf Signale ihre Verfolger waren, die nur darauf warteten, dass das Tor wieder benutzbar wurde.
Amaris fiel bei ihrer Untersuchung das Logo des Betriebssystems auf: Xiaomi Tech. Und nur wenige Kilometer entfernt stand inmitten der verlassenen Stadt ein einsamer Wolkenkratzer mit eben jenem Logo an seiner Spitze.

Cato stattete den einheimischen Scavengern am Mistkäfer noch einen kurzen Besuch ab, um sich zu erkundigen, ob diese etwas mit der kurzen Sonnenverdunklung anfangen konnten. Allgemeine Unruhe machte sich breit, und Cato schnappe Wortfetzen von “müssen die Siedlung warnen” bis “das ist eine Reise von einer Woche” auf. Auf das Bürogebäude von Xiaomi Tech angesprochen, warnten ihn die Einheimischen, dass es das einzige Gebäude in der Stadt sei, dass sie meiden würden, weil zuviele Sammlertrupps bereits dort verloren gegangen waren. Unbeeindruckt machten sich die Helden auf den Weg.

In die zum Ziel führende Gasse eingebogen, ließ ein zunehmend lauter werdendes Dröhnen von Schiffstriebwerken den Boden erbeben. Ein massives Dropship der Shooting Star-Klasse schoss über die Köpfe der Gruppe hinweg und machte sich zur Landung bereit. Am Bug prangte ein leuchtend gelber Stern, umrandet von einem goldenen Lorbeerenkranz. Amaris erinnerte sich dunkel an Geschichten über eine Gruppe von Menschen, die Hilfsbedürftigen in der Not geholfen haben sollen, aber von denen es auch heißt, dass sie fanatische und unberechenbare Krieger seien.

Cato ließ die Gruppe sofort in Deckung gehen und späte das Dropship bei seiner Landung aus. Es blockierte durch seine Größe fast den gesamten Straßenzug. Eine Seitenluke öffnete sich und eine Person, mindestens ebenso groß und breit wie Rook, komplett in Metall gehüllt sprang heraus, am rechten Arm eine Minigun befestigt und sondierte die Umgebung. Die Brust wurde durch einen schwarzen Wappenrock geziert, auf dem ebenfalls das Symbol des gelben Sterns und Lorbeerkranzes prangte. Ihm folgte, mit einer vor Lässigkeit und Arroganz strotzenden Sprungbewegung, ein Wendigo. Er trug einen vakuumisolierten, leichten militärischen Raumanzug ohne Helm, ebenfalls mit einem verzierten Wappenrock. Am rechten Oberschenkel war ein Kurzschwert befestigt, die Scheide wies einige leuchtende Statusanzeigen auf. Seinen Bauch zierte ein massiver Gürtel, von dem auf der linken Seite ein geradezu archaischer Anderthalbhänder hing. Als nächstes sprangen drei weitere Personen in leichten Raumanzügen aus dem Schiff, ihre schwarzen Wappenröcke ließen das Banner vermissen, doch trugen sie auch so tödliche Sturmgewehre und die Frau unter ihnen hatte sogar eine Railgun der ersten oder zweiten Generation aufzuweisen. Sie machten sich sofort daran den näheren Landebereich zu sichern. Als letztes folgte schließlich ein Mann in einer alten EDP-Power Armor, und sein Wappenrock trug wieder das Zeichen des Sterns und Lorbeerkranzes. Es schien, als wären sie nach jemandem auf der Suche und Cato zeigte seinen Mut, indem er langsam aber entschlossen aus der Deckung trat und sich den Fremden zeigte.

Das Gespräch begann zwar durchaus rau, aber nicht unfreundlich, als sich der befehlshabende Offizier als “Ritterbruder Marcus vom Ordo Sancta Victoria Astris” vorstellte und die beiden klärten, dass die Gruppe tatsächlich durch das Spiegeltor gekommen, aber wohlauf war.

Die Blicke der Ordensmänner weiteten sich jedoch, als sie Jingtse erblickten, die sie nicht einordnen konnten und die eifrige Scharfschützin sie verdächtige eine “Künstliche” zu sein. Die Lage drohte zu eskalieren, als der kleine Bot von Amaris ins Rampenlicht trat und sich sämtliche Waffen der Sternenkrieger auf ihn richteten. Nur der Autorität ihres Befehlshabers war es zu verdanken, dass sich nicht auch noch ein Schuss löste. Die Ordenskrieger machten unmissverständlich klar, dass sie auf einem Feldzug gegen alle “Künstlichen” waren, und es der größte Fehler der Menschheit gewesen sei, die KI als ihre Haustiere zu unterschätzen. Ein Fehler der ausgemerzt gehört. Amaris bewies jedoch, wenn auch etwas widerwillig, dass sie die Kontrolle über ihren Bot besaß und schaltete ihn vor den Augen der Fremden ab. Auch Jingtse beteuerte, dass sie ein Wesen aus Fleisch und Blut war, eine Eigenschaft, die sie jedoch nur ungerne zeigen wollte. Ein schneller Thermoscan seitens der Scharfschützin ließ die Ordenskrieger ihr vorerst Glauben schenken.

Ritterbruder Marcus erläuterte daraufhin die Mission seiner Truppe, die er als “militärische Aufklärung” bezeichnete. Anscheinend hatte der Orden auf dem Planeten eine Militärbasis der “Künstlichen” gefunden, die allerdings von einem starken Bombardementschild geschützt war, den sie ohne weiteres nicht durchdringen konnten. Nun waren sie auf der Suche nach Hinweisen wie Schildfrequenzen, um die Verteidigungswirkung des Schilds umgehen zu können. Dazu luden sie einen funktionsfähigen Dragonfly-Helikopter aus dem Dropship-Laderaum und machten ihn startbereit, um das Xiaomi Tech-Hochhaus von oben herab zu durchkämmen.

Auf Bettys Hinweis, dass durch das Spiegeltor weitere “Künstliche” zu erwarten waren, reagierte Marcus mit einem gewissen Enthusiasmus. Möglicherweise war auf die Hilfe der Ordenskrieger zu hoffen.

In der Zwischenzeit beschloss Cato das Gespräch mit Schwertmeister Zeno, dem Wendigo der Ordenskrieger zu suchen. Er erwies sich als äußerst karger Gesprächspartner, der wohl zuviel von Achilles hielt. Er machte klar, dass er selbst schon einige Wendigo gesehen hatte, und alle bis auf einen hatten sich dem Orden und seiner heiligen Mission angeschlossen, einer Mission von der auch Zeno restlos überzeugt war. Daran schien auch eine vergangene Begegnung mit einem anderen Wendigo nichts zu ändern, der wohl vorhatte die Stämme zu einen, einem Unterfangen, dass Zeno mit dem Hochmut des Icarus gleichsetzte. Nähere Details wollte er aber einem “Grünschnabel” wie Cato nicht erläutern.
Und so fragte Cato nach der Ehre eines Duells mit dem Wendigokrieger, wenn ihre Mission bestanden war, was Zeno ihm gewähren würde, sofern er ihn für würdig hielt. Kurz darauf brachen die Ordenskrieger zu ihrer Mission auf.

Und die Helden folgten und beschlossen die unteren Etagen des Xiaomi Tech-Gebäudes genauer zu untersuchen, als sie sich an zahlreichen Müllcontainern und anderem Gerümpel vorbeischlängelten, mit denen der Eingang provisorisch blockiert worden war.

Würden sie dort einen Weg finden ihr Schiff wieder instandzusetzen und vielleicht sogar Bauteile für die Purgatory oder Hinweise auf die Geschehnisse im All entdecken?

NPCs
Scavenger

  • John Bullock, Mitte vierzig, offensichtlich ein Ex-Soldat und Jäger der Gruppe
  • Shixin, ein Mann Anfang dreißig mit asiatischen Zügen, anscheinend der Ingenieur
  • Lining, seine mutmaßliche Schwester, ebenfalls Anfang dreißig und medizinisch veranlagt
  • Hanna Alegieri, etwa zwanzig, Sammlerin
  • Nikolai Pavlov, fünfzehn, Sammler

Orden der heiligen Victoria von den Sternen

  • Ritterbruder Marcus, ein Offizier
  • Paladin Malleus, ein Cyborg im Exoskelett
  • Schwertmeister Zeno, ein Wendigo mit einer auffälligen Narbe im Gesicht
  • Adeptin Julia, eine Scharfschützin mit einer Railgun
  • Adept Cnaeus, ein Schütze
  • Adept Lucius, ein Schütze
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Log13
La Fenice

Die Bunkertür erwies sich zunächst als äußerst massiv und die Scavenger untersuchten zunächst mögliche alternativen Eingänge. Sie stellten fest, dass schon zuvor mindestens zwei Personen mit einem Flieger angekommen, das Gebäude einmal inspizierend umrundet, anschließend mühelos betreten und wieder verlassen haben musste. Nach Auswertung der Spuren, schloß Prometheus ein Intercom-System an der Tür kurz, worauf diese sich öffnete.

Innen bemerkten die Scavenger zuerst ein Kamerasystem, das durch einen Bewegungsmelder an der Tür aktiviert worden war. Nichtsdestotrotz begannen sie die Räume systematisch zu durchsuchen. Sie stellten fest, dass die Strom- und Wasserversorgung eingestellt war, doch wirklich überraschend waren die Aufenthaltsräume und die Schlafsäle. Die Betten der letzteren beinhalteten dutzende, inzwischen mumifizierter Leichen, aller Altersgruppen und Geschlechter. Todesursache ungeklärt.

Die Gruppe reaktivierte schließlich die Stromversorgung des ersten Stockwerks, nachdem Rook zwei leichten Geschütztürmen klarmachte, dass Widerstand zwecklos sei und konnte so auf die kleinen Arbeitsrechner in den oberen Büroräumen zugreifen.

Die Aufnahmen der Videokameras zeigten, dass zuvor zwei vermummte Gestalten, eine davon klein, der andere eindeutig ein Wendigo, die Anlage betreten hatten, auf direktem Wege ein Archiv im unteren Stockwerk aufsuchten und einige Bücher entfernten, bevor sie die Anlage wieder verließen.

Auch ein vergangener E-Mail-Verkehr ließ sich rekonstruieren. So wurde auf Prometheus II an einem Projekt “La Fenice” gearbeitet, welches später unter anderen Umständen auf Ares fortgesetzt wurde, in Zusammenhang mit einem Projekt “Firebird”. Amaris, die Anführerin der Überlebenden, konnte dazu etwas Kontext liefern und nannte die Namen mehrerer Wissenschaftler, die im Letzten Krieg für eine Organisation namens RESET arbeiteten. Von dieser ging dann angeblich auch das Projekt Phoenix aus, das letztlich zum Fall führte.

Auch das untere Stockwerk wurde anschließend systematisch durchsucht, nachdem zuvor auch dort wieder der Strom angestellt wurde. Rook ließ es sich nicht nehmen, nach 30 Jahren im Dschungel, eine funktionsfähige und mit sauberem Wasser arbeitende Toilette zu benutzen, bevor die Gruppe sich über das Archiv und weitere Arbeitsrechner hermachte.

Es wurde klar, dass auf Prometheus II noch ein weiteres Spiegeltor existiert, dieses allerdings nicht funktioniert. Das Tor, über das die Scavenger auf den Planeten kamen hingegen, führt nachweislich auch zu einem weltraumgebundenen Tor im Orbit von Meridas VI, und möglicherweise existieren noch weitere Tore im Meridas-System, so die Schlüsse der Gruppe. Fachmännische Kenntnisse besitzen jedoch lediglich diejenigen, die sich selbst als Spacer bezeichnen.

Unruhe verbreitete bei der Gruppe die Erkenntnis, dass noch zwei weitere KIs entdeckt worden waren. Neben Excalibur auf Meridas III, soll sich Helios im Sol-System und Aegis auf einen der Monde von New Eden, im Prometheus-System befinden.

Zuletzt durchsuchten die Scavenger noch das Archiv und die dortigen Rechner, die offensichtlich auch nach dem Fall noch gepflegt worden waren. So fanden sie Statistiken über die Bevölkerungszahl von Prometheus II, und es wurde offensichtlich, dass auch nach dem Fall weitere Kämpfe, Seuchen und eine globale Klimaänderung die Bevölkerung radikal schrumpfen ließ. Und es wurde klar, welche Bücher die vorherigen Besucher mitgenommen hatten: De Bello Gallico, Die Kunst des Krieges, und Prinzipien interstellarer Raumfahrt.

Schließlich beschloss die Gruppe aufzubrechen und in Ermangelung eines ausreichenden Treibstoffvorrats erstmal nach Meridas III zurückzukehren. Am Horizont tauchte einer von Excaliburs Aufklärungshelikopter auf, dem die Scavenger nur mit Mühe entkommen konnten und es kam beinahe zum Streit, als darüber diskutiert wurde, ob Amaris die gefundenen Vorräte zu ihren Leuten bringen könnte.

Als die Scavenger zu Amaris Gruppe zurückkehrte, trafen sie auf Lou, den dritten Befehlshaber, mit acht Soldaten, Allesamt bewaffnet. Sie forderten die Gruppe auf ihr Fluggerät und ihren Piloten zu übergeben. Amaris und Prometheus versuchten den Rädelsführer von seinem Vorhaben abzubringen, wobei Prometheus angeschossen wurde. Nur das rasche Eingreifen der Empathin verhinderte einen Kampf, als sich ihre Waffe an die Schläfe hielt, dazu entschlossen sich selbst umzubringen, wenn irgendjemand von ihren Freunden noch zu Schaden kommen würde.

Amaris beschloss die Gruppe auf ihrem Flug zu begleiten, um sicherzustellen, dass diese sich an ihr Wort halten und ihre Leute von diesem lebensfeindlichen Planeten holen würde. Als die Scavenger mit ihrem Flieger in den Spiegelraum eintraten, fiel jedoch die Spiegelhülle aus, woraufhin sie die Kontrolle über den Raumer verloren. Als sich die Systeme wieder stabilisierten, hatten sie jedoch bereits ihren Kurs und jegliche Orientierung verloren.

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Log12
Der Wüstenplanet

Die Scavenger finden sich mit ihrem Raumer inmitten einer Wüste wieder, nur Sand und Steine bis zum Horizont, die Sonne am Zenith, die Temperatur unglaublich heiß.
Die Instrumente zeigen eine atembare Atmosphäre an und die Gruppe beschließt auf gut Glück in Richtung Osten zu fliegen, wo die Menge des Gesteins zuzunehmen scheint.
Irgendwann weicht der endlose Sand einer kahlen, rötlichen Felsformation. Verwinkelte Canyons bieten zum ersten Mal Schatten.

Irgendwann stoßen sie auf eine einsame Antenne, ein alter Sendemast und Empfänger. Sie beschließen zu landen und finden schnell eine leicht verborgene Höhle, die sie betreten. Die Scavenger umgehen einige versteckte Fallen, doch mit ihren Bewegungen schrecken sie die Bewohner der Höhle auf. Es kommt schon bald zu einer Konfrontation, doch schnell stellt sich heraus, dass beide Parteien eine friedliche Lösung bevorzugen und schon bald finden sich die Scavenger als geladene Gäste in der Fluchtstätte der Überlebenden von Dyktis. Eine Höhle von 25 Seelen, mit ihrer Führungsfigur Amaris Frobisher.

Die Überlebenden teilen Speise und Trank mit den Neuankömmlingen und teilen ihre Geschichte. Sie befinden sich auf Perseus II. Vor etwa 15 Jahren hatte eine beispiellose Desertifikation, ein Klimawandel sondergleichen eingesetzt. Die wenigen, die den Fall überstanden hatten, waren nun noch mehr Hunger und Leid ausgesetzt. Sie verließen ihre Städte, auf der Suche nach Nahrung und Wasser, und seit drei Jahren hausen sie nun in dieser Höhle, wo sie einen unterirdischen Fluss vorgefunden hatten. Die Antenne war jedoch schon seit langem defekt.

Die Scavenger stellen klar, dass ihr Raumer zu klein für eine Evakuierung ist, aber um sich für die Einladung zu revanchieren, reparieren Betty und Rook die Antenne notdürftig und suchen nach Signalen aus der Umgebung. Was sie finden, lässt sie erstarren: Eine Nachricht in Morsezeichen, die sich als Kontaktaufnahme von Excalibur entpuppt, auf der Suche nach anderen KI-Komponenten. Die Gruppe beschließt schnell mit ihrer Mission fortzusetzen und den Planeten nach nützlichen Bauteilen abzusuchen. YYY bietet an, den Scavengern den Weg zu einem alten, verschlossenen Bunker zu weisen und schließt sich der Gruppe an.

Nach einem kurzen, aber gesprächigen Flug, stehen die Scavenger vor einer, von einer dünnen Sandschicht bedeckten, Tür, unter der brennenden Sonne von Perseus.

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Log 11
Hinter den Spiegeln

Die Scavenger durchqueren unter großen Mühen das Spiegeltor. Leichte Schäden am Schiff und eine erste Begegnung mit den Spacern waren unvermeidbar.
Der neue Planet entpuppt sich als Wüste.

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Log10
Reise in den Norden

Die Scavenger machen sich auf die Suche nach dem vermuteten Spiegeltor in der nördlichen Polarregion von Meridas III.
Dabei liefern sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Bodentruppen von Excalibur, bei dem sie beinahe abgeschossen werden. In letzter Minute finden sie schließlich das Spiegeltor und fliegen mit dem “Mistkäfer”, einem Beischiff der Purgatory hindurch.

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