Lawrence "Rook" Keller

Altgedienter Cyborg-Ingenieur und Veteran

Description:

Aspekte

High Concept: Altgedienter Cyborg-Ingenieur
Lawrence diente seit seiner Jugend als Ingenieur beim Militär der Liga der Freien Welten und kämpfte im Großen Krieg (Codename “Rook”). Als es zum Fall kam, war er 26 Jahre alt, Staff Sergeant, und einer der wenigen Flüchtlinge die mit der Purgatory überleben konnten. Seitdem kümmerte er sich mit seinen Fähigkeiten um Instandhaltung und Bau der Gerätschaften der Überlebenden.
Invoke: Mechanische Tätigkeiten, Großer Erfahrungsschatz; Erinnerungen an die Pre-Fall-Zeit
Compell: Spuren des Alters

Trouble: Zwischen Mensch und Maschine
Nach dem Fall existierte die Liga praktisch nicht mehr, und mit ihr verschwanden auch die gängigen sozialen Konventionen um neuen Platz zu machen. So schlimm der Fall auch für alle war, Rook begrüßte es, dass von ihm nicht mehr erwartet wurde, welche Implantate und Prothesen er zu benutzen hatte, er nicht mehr als bloßes Werkzeug gesehen, sondern stattdessen für das genommen wurde, was er war. Das entfremdete ihn von seinen ehemaligen Liga-Mitstreitern, die in ihm einen Verräter an der eigenen Sache sehen und konnte auch nicht die Vorurteile der einstigen EDP’ler beseitigen. Vielmehr befindet er sich jetzt zwischen den beiden Fronten: Die Möglichkeiten zum Einsetzen von Implantaten und Prothesen sind non-existent, die überlebenden und alternden Cyborgs somit die letzten ihrer Art. Einige von ihnen sehen die Schuld bei der EDP und Projekt Phoenix, das ihnen schließlich doch den “Endsieg” beschert hätte; diese wiederum sehen den Präventivschlag der Liga als Ursache des Untergangs.
Invoke: Kontakt mit anderen “Neutralen”
Compell: Anfeindungen durch ehemalige Liga- und EDP-Angehörige

Background: Veteran der Cyborg-Schocktruppen
Rook diente als Combat Engineer bei den Cyborg-Schocktruppen, einer Elite-Einheit des Liga-Militärs. Dort wurde er gedrillt, und unter anderem an schweren Waffen ausgebildet, deren Instandhaltung er garantieren musste. Rook überlebte die Schlacht von Ares, bei der eine Division der Schocktruppen unter Führung des Transzendenten-Legionärs Agamemnon eine inzwischen legendäre Orbitallandung auf dem Planeten durchführte. Seine militärischen Erfahrungen kommen ihm auch jetzt noch zugute, doch hat er auch sichtbare und unsichtbare Narben davongetragen, und alte Kriegsgewohnheiten sind noch das harmloseste.
Invoke: Im Kampf, Instandhaltung von Kriegsgerät; Schwere Waffen
Compell: Wiederkehrende Traumata; Alte Gewohnheiten (Drill)

Adventure: Erstklassige Prothesen, Garantie abgelaufen
Als die Existenz von Teta V-7Gamma bekannt wurde, beteiligte sich Rook an einer Expedition die dortigen Menschen zu befreien. Jedoch wurde die Truppe entdeckt und zurückgeschlagen. Auf der Flucht stürzte ein Gang ein und begrub den Cyborg Samuel “Sunrise” Perez, Rooks besten Freund, unter sich. Mithilfe seiner Armprothesen, die ihm übermenschliche Stärke verleihen, versuchte dieser den Verschütteten zu befreien, doch die Prothesen versagten den Dienst. Unfähig diese weiter zu benutzen, musste sich Rook, auf Drängen der restliche Truppe, zurückziehen und seinen Freund zurücklassen. Dessen Schicksal ist seitdem unklar.
Invoke: Übermenschliche Stärke; verbesserte Sicht
Compell: Wartungsanfällige, störrische Prothesen

Guest Star #1: Eins mit dem Universum
Als das Mechanikerteam der Siedlung auf die Suche nach Antriebskomponenten für das Raumschiff ging, stürzte Rook einen Hang hinunter und wurde von seiner Gruppe getrennt. Für zwei Tage war er vollkommen auf sich alleine gestellt und mit der Flora und Fauna, aber auch vor allem mit sich selbst, konfrontiert. Diese kurze Zeit der Isolation half ihm jedoch eine neue, umfassendere Perspektive auf die Geschehnisse im Universum zu gewinnen. Auch wenn er immer noch viele Altlasten mit sich herumschleppt, so ist er auf dem Weg mit sich selbst ins Reine zu kommen.
Invoke: Die eigene Mitte finden
Compell: Gewaltlose oder uneigennützige Lösungen finden

Guest Star #2: Immer ein offenes Ohr und einen guten Rat (?)
Rook hat in seinem Leben bereits viele Erfahrungen gesammelt. Einige davon könnten wiederholt zu werden, andere bleiben einem lieber erspart, doch die meisten von ihnen sind es vor allem wert geteilt zu werden. Da Rook keine eigenen Kinder hat und vermutlich auch nie haben wird, hat er Freude daran gefunden, für die jüngeren Bewohner der Siedlung mit einem guten Rat zur Stelle zu sein. Besonders wenn diese sich wider besseren Wissens mit den falschen Leuten anlegen.
Invoke: Jüngeren Siedlungsbewohnern helfen
Compell: Jüngeren Siedlungsbewohnern wider besseres Wissen helfen

Skills

4: Physique / Fight
3: Crafts / Athletics
2: Shoot / Will / Lore
1: Drive / Notice / Provoke / Resources

Stunts

Armprothesen “Force-Lift”
“Lassen Sie sich von der gewaltigen Optik nicht täuschen. Force-Lift-Prothesen sind seit über fünfzig Jahren das Mittel der Wahl um schwere Lasten zu heben und zu transportieren. Arbeiten Sie in einem orbitalen Logistikzentrum? Müssen Sie wieder bei einem Umzug aushelfen? Sind Sie wieder zugeparkt worden? Alles kein Problem! Bestellen Sie noch jetzt zu einem unschlagbar günstigen Preis und Sie erhalten die fachmännische Verbindung an den Cingulum membri superioris und eine Verstärkung der Columna vertebralis gratis dazu!"
+2 Damage mit Fäusten

Subkutane Brustplatte “Heart Protect IV”
“Erfahrene Militärs schwören auf die Heart Protect-Brustplatte, jetzt in der vierten Generation erhältlich. Endlich keine leidigen Lungenperforationen und Organrupturen mehr. Sagen Sie Ihren Freundlich endlich zu Recht: ‘Ach, ist nur eine Fleischwunde!’ Durch die subkutane Anbringung ist eine Reinigung und Behandlung mit Antiseptika nicht mehr erforderlich! Warnung: Mobilität des Torsos kann eingeschränkt werden.”
+2 milde Konsequenzen

Okularimplantat “ICU-2”
“Das menschliche Auge ist eine bewundernswerte Konstruktion, doch bei aller Leistungsfähigkeit fehlen ihm essentielle Features wie optischer 16-fach Zoom, Wahrnehmung im UV- und IR-Spektrum und eine Synchronisationsmöglichkeit mit Ihrem Multiphone. Das ICU-2-Okularimplantat bietet all das und das Beste: Es ist das günstigste Modell auf dem freien Markt! Sparen Sie sich den leidigen Anschluss an Ihren Nervus opticus! Das ICU-2 nutzt eine externe und geschützte Direktverbindung zu Ihrem Smartlink am Hinterkopf und ist direkt mit ihrem Sehzentrum verbunden!"
Nach der Rettung von Sunrise nutzt Rook dessen verbesserte Version “ICU-3”.
+3 Notice bei Sicht

Kampfhormon-Autoinjektor “EpiPen-Fastject II”
“Stresshormone sind die Antwort des Körpers auf drohende Gefahr und ermöglichen es ihm, schneller und stärker zu handeln und Schmerzen zu widerstehen. Das “EpiPen-Fastject” ist ein kleiner implantierbarer Zylinder, der mit den Nebennieren verbunden ist und konstant Stresshormone wie Adrenalin, aber u.a. auch Dopamin synthetisiert. Schüttet der Körper im Gefahrenfall Adrenalin aus, registriert dies ein eingebauter Detektor und pumpt sofort sämtliche gespeicherten Hormone in den Körper um die Wirkung zu verstärken.
Kampfhormon-Autoinjektoren sind seit vielen Jahren Standard im Ligamilitär, und wir von BayerSF-Krupp sind stolz darauf, mit dem “EpiPen-Fastject II” einen weiteren Meilenstein auf dem Gebiet der Autoinjektoren geschaffen zu haben.
Warnung: Kann zu Bluthochdruck, Muskelzuckungen, Manie und leichten Nekrosen führen."

+2 auf Initiative im Kampf

Stress Tracks

Physisch: 4 (+2 milde Konsequenzen (physisch))
Mental: 3
Sozial: 2

Items

- Armprothesen: +2 Dmg (Fists) ; (siehe Stunt)
- Utility-Weste: Rüstung 0; Möglichkeit “Krimskrams” aufzubewahren

Bio:

Aussehen

Lawrence “Rook” Keller. Ein in die Jahre gekommener Hüne von einem Mann, beinahe 2 Meter hoch und, zumindest gefühlt, fast ebenso breit durch seine massiven Armprothesen und seine breite Brust; so wie sein künstliches Auge, Zeugnisse einer aufwendigen technischen Modifikation durch die Kybernetikexperten der Liga der Freien Welten.
Seine dünnen schwarzen Augenbrauen deuten eine schwarze Haarfarbe ein, doch trägt Lawrence Glatze, seit sein Haar kurz nach dem Fall begann auszufallen. Sein verbliebenes linkes Auge ist von brauner Farbe, in der anderen Augenhöhle sitzt ein Okularimplantat, das über eine externe Verbindung mit einer Datenbuchse an seinem Hinterkopf verbunden ist. Eine dünne, längliche Narbe an der linken Seite seines Schädels zeugt von mindestens einer, wer weiß ob freiwllligen oder unfreiwilligen, Öffnung des Schädels, und auch seine Nase war schon mindestens einmal gebrochen.
Die Armprothesen waren ursprünglich chromfarben und mit, an Tarnkleidung erinnernden, Streifen brüniert, doch das aggressive und feuchte Klima von Meridas III hat die Arme mit einer dünnen, bräunlichen Patinaschicht überzogen, die das unterliegende Metall vor weiterem Rost schützt.
“Rook” trägt neben einem einfachen, einst-weißem-jetzt-graubraunem Muskelshirt (“wozu Ärmel, wenn man keine Arme hat?”) meist khakifarbene Cargo-Hosen mit vielen Taschen und eine praktische braune Utiliy-Weste, gefüllt mit zahlreichen kleinen Werkzeugen, Schrauben und Ersatzteilen – und einem kleinem Snack für Zwischendurch.

Persönlichkeit

Ein einstmals ungestümer Soldat, ist Rook inzwischen gereift und hat seine innere Ruhe gefunden. Er hat relativ viel Geduld für jüngere Menschen und sucht inzwischen häufiger nach Möglichkeiten Schwierigkeiten zu reparieren, statt diese mit Gewalt auszuräumen. Rook nimmt sich so auch häufiger Zeit um bestimmte Augenblicke zu bestaunen, in ihrer Gesamtheit aufzunehmen und zu genießen.
Seine Umgangsformen sind locker und umgänglich, aber für gewöhnlich freundlich und respektvoll. Nur im militärischen Umfeld wird seine Ausdrucksweise förmlich und korrekt. Seine militärische Vergangenheit äußert sich vor allem in Stresssituationen, wenn die alten Drills ihre Wirkung zeigen und zahlreiche Implantate seinen Körper mit zusätzlichem Adrenalin, Noradrenalin, Endorphinen und Dopamin überfluten und er in einen kontrollierten Kampfrausch verfällt. Dann nutzt Rook jede Möglichkeit um schnell und entschieden zuzuschlagen. Erst im Anschluss, wenn er sich mit seinen, fast schon meditativen, Techniken wieder etwas beruhigt hat, reflektiert er über das Geschehene und bereut oftmals keine friedlichere Lösung gefunden zu haben.
Seine Vergangenheit sieht er einerseits als Anlass, um die Jüngeren zu beraten, versucht sie andererseits oft auch beiseite zu schieben und zu vergessen. Oft gelingt ihm das nicht und spätestens im Schlaf holt sie ihn oftmals ein – was ihm bereits zahlreiche schlaflose Nächte beschert hat.

Biographie

Ein Kind von Asbolos

Lawrence war das zweite Kind von Jacob und Dana Keller, geboren am 21. Juli 3445 auf Sirius III. Mit 8 Jahren zog er mit seinen Eltern und seinem 2 Jahre älteren Bruder William und dem 4 Jahre jüngerem Thomas auf den Planeten Asbolos im Alpha Centauri-System. Sein Vater, ein ausgebildeter Umwelttechniker, hatte eine lukrative Stelle in der Wartung und Weiterentwicklung der dortigen Habitatkuppeln und Terraforminganlagen erhalten. Seine Mutter, selbst eine Xenogeologin, konnte dort im Auftrag der 1. Freien Technischen Universität von Sirius III ein vielversprechendes Forschungsprojekt beginnen. Auf Asbolos kam auch bald die jüngste Schwester Elizabeth zur Welt.
William interessierte sich schon früh für Computersysteme und begann alsbald ein Studium in diesem Bereich, während Thomas sich früh für Biologie und Medizin begeistern konnte.
Zwar hatte der junge Lawrence die Gelegenheit öfters die Kernwelten der Liga zu bereisen, beispielsweise um Verwandte zu besuchen, doch verbrachte er den Großteil seiner Kindheit auf dem kahlen Felsbrocken Asbolos. Mit 16 Jahren, gegen Ende der einfachen Schulzeit, begann er, wie die meisten Ligakinder, ein Kombistudium. Selbst eher praktisch veranlagt, entschied er sich für Mechatronik, Werkstofflehre und Leichtmaschinenbau. Bestandteil dieser Ausbildung war unter anderem die Betreuung zweier externer Projekte, die ihn erst zu den Götz-von-Berlichlingen-Werken auf dem Mars und anschließend auf eine Bergbaustation auf Hugin im Asgard-System führten.
Dort kam es dann bei einer Routinewartung der Starkstromleitungen zu einer unerwarteten, (nach Lawrence Meinung technisch unmöglichen) Energiespitze, die ihm beide Arme und das rechte Auge zerfetzte. Nach seiner Rettung wurde der Verletzte zur Weiterbehandlung nach Thor gebracht.

Die Einberufung

Es sah lange ungewiss um Lawrence Zukunft aus. Gute Prothesen waren teuer, und die von den Krankenkassen übernommenen Modelle ungeeignet um die berufliche Laufbahn fortzusetzen. Eines Tages erhielt Lawrence jedoch ein Angebot: Ihm würden kostenfrei Prothesen zur Verfügung gestellt, mit denen er seiner Faszination für Maschinen weiter nachgehen könnte, unter einer Bedingung: Er würde den Streitkräften der Liga der Freien Welten beitreten. Und so wurde Lawrence mit 18 Jahren zum Soldaten. Noch auf Thor erhielt Lawrence künstliche Arme, ein Okularimplantat und das beim Cyborg-Militär übliche Brustpanzerimplantat, sowie einige weitere kleinere Implantate. Noch vor Ende der Rekonvaleszenz stand fest, dass Lawrence sein Kombistudium nicht bei Augmented Infantry, sondern, aufgrund seiner starken Physis, bei den Cyborg-Schocktruppen beenden und dort als Kampfingenieur dienen würde.
Er wurde der 12. Kompanie zugeteilt und erhielt dort prompt von den älteren Soldaten den Spitznamen Krähennase verpasst, wegen seines markanten Äußeren (Ironischerweise hatte niemand in der Kompanie bis dato eine echte Krähe gesehen). Lawrence gewann jedoch schon bald ihren Respekt, als er die Ausbildung mit Bravour abschloss und sich den Kampfnamen Rook gab.
In den ersten Jahren seines Soldatendaseins lernte Rook viel über Cyborgprothesen, Kriegsmaschinerie, Raumschiffe und sogar Transzendentenavatare. Mit fast 22 Jahren, und nach fast der Hälfte der zehnjährigen Dienstzeit, wähnte sich Rook in Sicherheit und träumte vom nächsten Heimaturlaub, als wie aus dem Nichts ein spontanes Manöver an der Grenze zum Perseussystem abgehalten wird.
Niemand in der 12. Kompanie ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass die Menschheit in Kürze im Letzten Krieg versinken würde.

Krieg

Die 12. Kompanie wurde schon kurz nach Beginn des Manövers, eine groß angelegte Übung, wie man sagte, an Bord eines SChlachtkreuzers der Ravager-Klasse stationiert. Der Name des Schiffes: Agamemnon.
Tatsächlich handelte es sich dabei um das Flaggschiff des Transzendenten Agamemnon und Rook fielen sogleich die Unterschiede zu den Standardschiffen der Liga auf. Es gab kaum Marineoffiziere an Bord, sondern überwiegend schiffseigene Techniker, die die Schiffssysteme intakt hielten und insbesondere die Smartlinksysteme des Schiffes waren gut ausgebaut. Tatsächlich war es möglich seine Freizeit wie im zivilen Leben eingeklinkt in einer Virtuellen Welt zu verbringen und Agamemnon war sich nicht zu schade, ab und zu mit den Bord befindlichen Soldaten einen virtuellen Whiskey zu sich zu nehmen und eine Runde virtuelles Billiard zu spielen. Alles in allem hatte Rook das Gefühl, sich an Bord eines Lebewesen zu befinden, der wie ein allgegenwärtiger Vater immer ein offenes Ohr für seine Mitreisenden hatte.

Kurz nach Beginn des Manövers wurde für alle Beteiligten schnell klar, dass es keine Übung war. Das Oberkommando ließ verlauten, dass der EDP die auf Terra stattfindenden Speedballmeisterschaften als Ablenkung für einen Geheimschlag nutze und seit Wochen das Asgardsystem infiltriere und nun erste Angriffe auf abgelegene Monde durchgeführt habe. Dem müsse man mit allen Mitteln entgegentreten und deswegen sei ein Warnangriff auf Perseus II unausweichlich. Tatsächlich radikalisierten sich die Aussagen des Oberkommandos aber schon bald. Es müsse schnell auf die inneren Systeme des EDP zugestoßen werden, daher müsse der Widerstand in Perseus schnell gebrochen werden, damit die Nachschublinien geschützt seien.

Rook kam zu seinem ersten Kampfeinsatz, als die 12. Kompanie auf eine orbitale Gefechtsstation bei New Eden abgesetzt wurde und diese in rekordverdächtiger Zeit einnahm. Zum damaligen Zeitpunkt war die Stimmung innerhalb der Truppen euphorisch, und es war Agamemnon der Rook und die anderen daran erinnerte, dass mehr auf dem Spiel stand. Schon bald wurde Rook Zeuge des rapiden Orbitalbombardements von Perseus II, der das gefahrlose Nutzen der dortigen Spiegeltore erlaubte. Der Tod hunderttausender Menschen war ernüchternd für Rook und änderte seine Sichtweise auf den Krieg, wenngleich er sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr losreißen konnte.

Die Intensität der Kämpfe nahm sehr bald stark zu und Rook war an mehreren Einsätzen gegen die Kampfroboter des EDP beteiligt. Einmal musste er bei der Reparatur von Agamemnon aushelfen, als es zu einem Gefecht zwischen ihm und den EDP-Kreuzern Lincoln und Santiago de Tritón kam. Doch all das war nichts im Vergleich zu dem, was bei Ares geschehen sollte.

Ares

Der Kriegseintritt der Konklave hatte den Druck auf die Ligatruppen verstärkt und Rook war froh, nur ein einziges Mal bei der Verteidigung einer Nachschublinie im Perseussystem teilnehmen zu müssen. Die Wendigo erwiesen sich als wilde Gegner und zahlreiche von Rooks Freunden verloren dabei ihr Leben. Die Stimmung innerhalb der Streitkräfte änderte sich jedoch schon bald. Es war eine subtile Änderung in Agamemnos Verhalten, die dessen Technikern und den ihm unterstellten Truppen auffiel, als hätte etwas völlig anderes seine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Erst als Agamemnon und die 2. und 5. Ligaflotte (mit den Transzendenten Dark Knight, Dread Lord und Sunset) durch das Spiegeltor bei Hera ins Olympus-System eindrangen, erfuhr Rook von einer mutmaßlichen Superwaffe des EDP, die auf Ares entwickelt wurde.

Ares galt, abgesehen vom per Überraschungsschlag eingenommenen New Eden und zwei anderen EDP-Kernwelten als am stärksten verteidigter Planet des EDP, geschützt durch einen planetaren Energieschild, orbitale Gefechtsstationen, Colossus-Orbitalabwehrgeschütze und das EDP-Schlachtschiff Harmony. Und es gab Anzeichen dafür, dass sich aus Richtung des Poseidon-Spiegeltores die 3., 4. und 7. EDP-Flotte näherten, die zuvor die 9. Ligaflotte aufgerieben hatten. Zwar hatte das Oberkommando bereits Verstärkung entsandt, doch bei ihrer Ankunft, wäre die günstige Gelegenheit für einen schnellen Angriff bereits vorbei.

Nach einer längeren Besprechung unter den Transzendenten, erklärte Agamemnon seinen Truppen, dass die auf Ares entwickelte Technologie zu wichtig sei, um sie einfach zu vernichten, zumal nicht genug Zerstörer der Obliterator-Klasse zur Verfügung standen, um den Planeten vor Eintreffen der EDP-Flotten einzuäschern. Es müsste eine Bodeninvasion durchgeführt werden, doch um die orbitale Verteidigung zu durchdringen, müsste eine Truppen-Landung aus dem Orbit stattfinden – ein Fall der bisher nur als Theorie existierte. Agamemnon hatte sich bereit erklärt mit seinem Schlachtkreuzer in die Atmosphäre einzudringen und für Deckung zu sorgen, während Dark Knight und Sunset die orbitalen Gefechtsstationen und die Harmony zerstören würden. Dread Lord würde in der Zwischenzeit mitsamt der 5. Flotte der Liga den EDP-Verbänden entgegenfliegen und deren Ankunft verzögern.
Allen Beteiligten war klar, dass ein Schlachtkreuzer der Ravager-Klasse nicht für Flüge innerhalb einer Atmosphäre geeignet war und früher oder später die Gravitation die Antriebe überlasten würde, ganz zu schweigen von dem enormen Beschuss der zu erwarten war.
Agamemnon gab jedem seiner Soldaten die Möglichkeit sich zurückzuziehen und sich stattdessen der nahenden Liga-Verstärkung anzuschließen. Alle blieben.

Agamemnons Fall

Während die Flotten unter Führung der Transzendenten-Legionäre auf Ares zuflogen, produzierten die Nanofabriken der Versorgungsschiffe über viertausend Infanterieabwurfmodule. Bei weitem nicht genug, um die komplette Division der Cyborg-Schocktruppen auf die Planetenoberfläche zu bringen. Ein Teil würde immer noch mit Dropships transportiert werden müssen, während der Rest bei den Kämpfen im Orbit von Ares teilnehmen würde. Agamemnon plante die dichte Verteidigung des Planeten über die reine Masse an Material zu überfordern. Mehrere tausend kleine Ziele im Landeanflug waren wesentlich schwerer auszuschalten, als wenige dutzend Truppentransporter mit Luftunterstützung.

Der Orbit von Ares verwandelte sich schon bald in ein Lichtermeer aus Plasmageschossen, Raketen, Täuschkörpern und glühenden Wracks. Die Zwillings-Frontgeschütze der Harmony pulverisierten den Ligazerstörer Crater, während sie selbst durch ihre Positionierung nur ein kleines Profil abgab. Kampfdrohnen und Raumjäger lieferten sich schwere Gefechte und die Ligafregatte Insurrection 3 verwandelte sich, von dutzenden Plasmabällen getroffen, in eine leuchtende Masse aus schmelzendem Stahl. Die Gefechtsplattformen im Orbit von Ares leisteten heftigen Widerstand, wurden aber von der 2. Flotte schrittweise ausgeschaltet. Dark Knight und Sunset flogen indes auf die Harmony zu, nahmen sie wie eine Zange zwischen sich auf und deckten sie mit massiven Breitseiten ihrer Coilguns ein. Schon bald kollabierten die Schilde des EDP-Schlachtschiffs und es trieb völlig durchlöchert und zerbrechend auf die Planetenoberfläche zu.

Gleichzeitig war das die Lücke, in die Agamemnon und die Bodentruppen nun vorstoßen mussten und schon bald fand sich Rook, zusammen mit viertausend anderen Cyborgs, in seinem vakuumisolierten Exoskelett, das Infanterieabwurfmodul vor sich haltend, im Sinkflug auf Ares wieder. In ihrer Mitte flog der große Schlachtkreuzer Agamemnons, der mehreren Dropships, beladen mit Unterstützungstruppen, Computerexperten und technischer Ausrüstung, hinter ihm Deckung gab. Unterstützt wurden sie dabei von einem Geschwader Orbitaljagdbomber und hunderten herunterfallenden Trümmerteilen. Trotzdem war Rook fast starr vor Angst. Auf seinem kilometerlangen Fall schützte ihn nur das Abwurfmodul vor einem Verglühen in der Atmosphäre, und die Panzerung des massiven Exoskeletts und der schwache Energieschild der ihnen diesmal mitgegeben worden war, waren nicht dafür ausgelegt einem Treffer durch Railgun-Luftabwehrgeschütze standzuhalten. Die 12. Kompanie gehörte zu den Truppen, die Colossus-Stellung und den Planetarschild-Komplex ausschalten sollten. Andernfalls würden die Evakuierungsschiffe, die die Truppen wieder abholen sollten, zerstört werden. Der gut geschützte Tech-Komplex, das eigentliche Ziel ihrer Mission, befand sich wenige Kilometer abseits und war das Ziel der 1. bis 6. Kompanie. Und Rook fragte sich, ob die Daten nicht schon längst gelöscht und das Gebäude auf Selbstzerstörung geschaltet war.

Die Abwurfmodule begannen schon kurze Zeit nach Durchdringen des planetaren Energieschields zu glühen und mit zunehmender Dauer nahm die Anzahl Geschosse und Raketen, die von der Oberfläche abgeschossen wurden, dramatisch zu. Dutzende Cyborgs wurden getötet. Agamemnon feuerte gezielte Salven auf einzelne Abwehrstellungen, doch die nahe Colossus-Stellung verfügte über einen eigenen Energieschild, der den Angriffen standhielt. Bald erfüllten Raketen die Luft, immer mehr Cyborgs und Orbitalbomber wurden abgeschossen. Agamemnon verfeuerte seine kompletten Vorräte an Täuschkörpern, während er den Boden mit einer Plasmabatterie attackierte. Vom Boden stiegen Hunderte Kampfdrohnen auf und fingen an, die Cyborgs im Nahkampf aufzureiben und die Schiffshüllen zu traktieren. Nur mit Glück blieb Rook von den Angriffen verschont.

Agamemnon, selbst schon mehrfach getroffen, zündete sämtliche unteren Triebwerke, um seinen Fall zu verlangsamen. Mehrere Hüllenrisse brannten lichterloh, immer wieder flackerte der Energieschild auf. Der Generator müsste schon längst am Ende sein, und dutzende EDP-Kampfdrohnen klammerten sich am Rumpf fest und versuchten sich durch die massive Duraplast-Panzerung zu schneiden. Die Landeschiffe in seinem Schatten hätten längst ausbrechen und einen direkten Landeanflug beginnen können, doch zu Rooks Verwunderung blieben sie noch immer in Deckung.

Der Boden kam unvermeidlich näher und schließlich, in knapp hundert Meter Höhe, bremste der Auto-Fallschirm den Fall der Truppen, während die Abwurfmodule ungebremst in den Boden krachten. Verglichen zum vorherigen Sturz erschien dieser Abschnitt Rook quälend langsam, und die Soldaten waren in dieser Phase besonders verwundbar. Doch die Geschwindigkeit hätte noch immer jedem ungeübten Menschen die Beine bei der Landung gebrochen. Und schließlich und endlich, hatte Rook wieder festen Boden unter den Füßen. Beinahe die Hälfte der Cyborgs musste im Anflug getötet worden sein. Rook war froh lebendig auf dem Grund von Ares angekommen zu sein.

Den ultimativen Preis für seine sichere Landung zahlte ein anderer. Nicht weit von der Landestelle befand sich die Colossus-Kanone und der Planetarschildkomplex. Gerade als sich die 12. Kompanie sammelte, feuerte die Colossus ein massives Projektil in einem riesigen Feuerball ab. Die Schalldruckwelle des Geschosses erschütterte den Boden unter Rooks Füßen, die Rauchschwade verdunkelte die Sonne, die Umweltsysteme des Exoskeletts zeigten einen signifikanten Anstieg von atmosphärischem Ozon an. Und im Himmel über Rook krachte es lauter, als alle abgefeuerten Projektile zusammen. Das Geschoss durchbrach den überforderten Energieschild mühelos, drang mit ebensolcher Leichtigkeit in den Rumpf Agamemnons ein, penetrierte alle 18 Decks und die obere Panzerung, riss tonnenweise Material mit sich und zerstörte das Triebwerk eines darüberfliegenden Liga-Dropships, bevor es irgendwo im Orbit verschwand.

Sofort stellte Agamemnon das Feuer ein und die Bremstriebwerke aus. Die Lichter flackerten und der Sturz beschleunigte sich. Rook sah voller Grauen das Schiff des Transzendenten näher kommen, sein Herz, sein kompletter Körper starr vor Schreck. Da zündete Agamemnon ein letztes Mal die Haupttriebwerke, für einen kurzen Augenblick, der dem riesigen, brennenden Schiff einen kurzen Schub nach vorne gab, direkt auf den Schildgenerator zu. Ein kurzes Knacken in Rooks Komsystem, dann ein Rauschen, dann ein schwaches Signal. Agamemnons Stimme. “Der Glaube trennt uns. Der Tod vereint uns.” Dann wieder ein Knacken, ein kurzer Moment der Stille. Und ein Krachen, lauter als alles, was Rook bisher gehört hatte, als am Horizont, mit einem gigantischen Feuerball, Agamemnon in den Planetarschildkomplex von Ares krachte. Die Druckwelle riss die Cyborgs von den Füßen.

Doch sie lagen nicht lange. Schock und Starre wichen einer unbändigen Wut, einem Feuereifer, einem wahnhaften Tötungsrausch und die 12. Kompanie überrannte förmlich die Colossus-Batterie, angetrieben von den letzten Worten des gefallenen Transzendenten. Erst später, viel später, hatte Rook die eigentliche Botschaft in diesen Worten verstanden, doch in diesem Moment zählte nur die EDP-Soldaten im Tod zu vereinen, gemeinsam mit den gefallenen Liga-Kameraden. Die Kampfroboter, Milizionäre, Techniker, sie alle waren kein Hindernis für den entflammten Fanatismus der 12. Kompanie und so erfüllten sie ihren Befehl den Colossus zu erobern, die Systeme lahmzulegen und die Stellung zu halten.

Dann folgte ein beinahe endlos erscheinende Warterei. Ein Warten darauf, dass die anderen Truppen den Techkomplex stürmen, die Daten extrahieren und die Evakuierung einleiten würden. Tatsächlich muss es nicht einmal eine Stunde gedauert haben, als der Befehl zum Sammeln kam, doch die Route führte die 12. Kompanie durch ein Meer von brennenden Ruinen und rauchenden Kratern, durchsetzt mit unzähligen Kampfrobotern der 1. Generation und weiteren autonomen Waffenplattformen. Mit leichten Verlusten kämpften sie sich durch die gegnerischen Stellungen durch, von Deckung zu Deckung sprintend. Langsam ging die Munition zur Neige, die Exoskelette verloren zunehmend Energie und Kühlflüssigkeit aus diversen Einschusslöchern und die Nano-Medkits der Sanitäter waren schon längst aufgebraucht. Einen Kilometer vom Evakuierungspunkt entfernt, als die 12. Kompanie eine Verschnaufspause einlegten, wurden sie von zwei Dragonfly-Helikoptern unter Beschuss genommen, während drei weitere in der Nähe landeten und schwer bewaffnete Space Marines absetzten.

Es musste eine Verzweilfungstat sein. Oder ein Missverständnis. Taktisch gesehen, kamen die Space Marines zu spät an, um etwas am Erfolg der Liga-Operation zu ändern. Vielleicht wollten sie ihre Ehre bewahren, vielleicht hofften sie tatsächlich die Evakuierung der Ligatruppen verhindern zu können. Vielleicht war es auch nur Verstärkung für eine andere EDP-Einheit. Rook wusste es nicht. Doch von einem aufs andere Mal, sah sich die 12. Kompanie massivem Widerstand gegenüber. Die Space Marines platzierten im Schutz des Deckungsfeuers Railgun-Schützen auf erhöten Positionen, flankierten die Cyborgs und deckten sie mit diversen Blend- und Rauchgranaten ein. Der Initiative beraubt, fiel ein Cyborg nach dem anderen, die massiven Exoskelette durchbohrt von auf Mach 7 beschleunigten Railgungeschossen. Und so befahl Captain Anderson die rücksichtslose Flucht nach vorn. Rook rannte. Er verfeuerte die kargen Munitionsreste seiner Minigun und warf das nun nutzlose, rauchende Stück Metall mitsamt den Munitionskanistern auf seinem Rücken ab. Nunmehr unbewaffnet, stürmte er mit seinen Kameraden durch die Stellungen des EDP hindurch, auf den Evakuierungspunkt zu.

In dem massiven Gegenfeuer der Space Marines verloren zahlreiche Cyborgs ihr Leben, doch niemand konnte sie noch auflesen. Vor Rook tauchte aus einer geschützten Stellung ein Kadett der Space Marines auf. Nur mit großer Mühe lenkte Rooks Energieschild das Geschoss des Bolters ab. Es prallte gegen Rooks gepanzerte Schläfe und ließ die Panzerung splittern, doch durchdrang sie in diesem Winkel nicht mehr. Im vollen Lauf packte Rook den Hals des Kadetten und rammte den fremden Soldaten mit voller Wucht gegen die Überreste einer Häuserwand. Mit gebrochenem Rückgrat ließ er ihn liegen. Er war auf die andere Seite der EDP-Barriere gelangt, der Evakuierungspunkt nur wenige hundert Meter vor sich, mit ihm noch zwei Dutzend weitere Cyborgs der 12. Kompanie. Die Space Marines feuerten ihnen weiter hinterher. Ein Railgungeschoss penetrierte Rooks linke Armprothese und zerstörte sie, ein weiteres durchdrang sein rechtes Bein. Dutzende Geschosse aus zahlreichen Sturmgewehren hagelten auf die Cyborgs ein, als sie die bereitstehenden Landeschiffe betraten und zahlreiche dieser Geschosse fanden ihren Weg in Rooks Körperpanzerung und seine inneren Panzerplatten. Nur das Gegenfeuer der bereitstehenden Evakuierungskräfte hielt
die Space Marines auf Distanz und ermöglichte schließlich den Ligatruppen den geordneten Rückzug, mitsamt der gewonnenen Daten. Von den etwa 4000 Cyborg-Schocktruppen hatten knapp 600 überlebt.

An Bord des Evakuierungsschiffes brachen sich schließlich Erschöpfung und Verletzungen Bahn und Rook sank völlig entkräftigt in sich zusammen. Doch er hatte die Schlacht von Ares überlebt.

Die Flucht der Saatkrähe

Rook erwachte im Lazarett der Liga-Fregatte Redemption_, während diese mit den kargen Überresten der 2. Flotte in das Asgardsystem zurückkehrte. Er war mit den wenigen Überlebenden der 10. und 12. Kompanie in einer viel zu kleinen Krankenstation eingepfercht. Einer dieser Überlebenden, neben seinen Freunden aus der 12. Kompanie, war Corporal Samuel "_Sunrise" Perez, ein Cyborg der 10. Kompanie. Sie waren sich schon zuvor immer wieder begegnet, und gemeinsam die Colossus-Stellung gestürmt, sich bis dahin aber nie richtig kennengelernt. Sunrise hatte auf Ares seine Augen und Beine verloren, was aber seinen Frohsinn nicht trüben konnte und er war auch derjenige der Rook auf den neuesten Stand brachte.

Rook hatte schwere innere Verletzungen erlitten, einen glatten Durchschuss im rechten Bein, einen Schädelbruch mit subduralem Hämatom an der Stelle, wo der Bolter den Helm getroffen hatte, und völlig zerstörte Armprothesen. Die Verluste der Liga waren größer. Agamemnon war gefallen, ebenso ein Großteil der Cyborg-Schocktruppen, Dread Lord und die komplette 5. Flotte waren verschollen, die 2. Flotte dezimiert. Und es hieß, am Boden von Ares sei ein weiterer Transzendent namens Ghost gewesen, der die Sicherheitssysteme des EDP gehackt und so zahlreichen Bodentruppen das Leben gerettet, dabei aber sein eigenes verloren hätte. Doch das Ziel der Operation sei erreicht worden und die Liga würde in Kürze über den EDP triumphieren. Wie immer.

Auf Thor angekommen, zeigte sich, dass die medizinische Versorgung des Ligamilitärs bereits überlastet war mit den Millionen Verwundeten aus dem Zweifrontenkrieg und der rigiden Kriegspolitik, die alle Ressourcen an die Front schickte. Und so verbrachten Rook und Sunrise beinahe das komplette nächste Jahr mit ihrer Genesung in zahlreichen Kliniken des Asgardsystems. Wegen der zunehmend schlechter werdenden Versorgungslage erhielt Rook die eher aus dem logistischen Bereich bekannten Force Lift-Armprothesen und sein Bein eine konventionelle Therapie. Auch Sunrise musste mit zivilen Beinprothesen vorlieb nehmen.

In dieser langen Zeit des Wartens und Regenerierens verfolgten die beiden die Meldungen von der Front, doch Kontakt zu ihren Familien war nur sehr schwer herzustellen. Rooks Eltern und seine kleine Schwester Elizabeth waren wohl noch immer auf Asbolos im Alpha Centauri-System, während William dort nur sporadisch auftauchte und Großteils an einem wichtigen Ligaprojekt arbeitete, für das er viel umherreiste. Thomas hingegen hatte sich als Sanitäter und Medizinstudent den Streitkräften angeschlossen. Die Mutter von Sunrise, sein einziger familiärer Rückhalt, lebte in einer Randkolonie im Adler-System, weitab der Front.
Die Lage an der Front selbst schien ernst, und es kam zunächst zu einer spürbaren Entlastung, als sich EDP und Konklave anfingen auch gegenseitig zu bekriegen. Die beiden Verwundeten waren zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht kampftauglich und so verpassten sie den Augenblick, als es unvermittelt hieß, die Kampfroboter des EDP hätten sich auf breiter Front deaktiviert und der Erzfeind stehe kurz vor seiner Vernichtung. Während alle kampffähigen Truppen nun erneut Richtung Olympus-System und den anderen EDP-Kernwelten geschickt wurden, wurden die Verwundeten zur weiteren Regeneration in das Proxima Centauri-System verlegt. Proxima Centauri war das kleine Schwestersystem von Alpha Centauri, zwar bestens an die interstellaren Kommunikation angeschlossen, doch im Grunde verwahrlost und selten von großen Schiffen angeflogen. Zwar erhielten Rook und Sunrise nie derartige Befehle, doch es war klar, dass ihre Ankunft hier es der Liga erlaubte, die stationierte Garnison abzuziehen und zur Front zu schicken. Zu unwahrscheinlich erschien wohl ein EDP-Angriff, zu unbedeutend das System für eine entschlossene Verteidigung. Die Beförderung zum Staff Sargeant war Rook nur ein schwacher Trost.

Es war ein Schock als die Nachricht eintraf, dass vermutlich eine vierte Partei zahlreiche Randsysteme abseits der Front, unter anderem auch das Adler-System, massiv überrannt hatte. Es gelang Rook nur mit großer Mühe Sunrise zum Bleiben zu bewegen, zu weit weg waren die betroffenen Systeme und in ihrer gegenwärtigen Lage war es ohnehin aussichtslos etwas zu unternehmen. Die Angriffe häuften sich und immer mehr Systeme fielen ihnen zum Opfer. Schon bald hieß es, Liga und EDP hätten einen Waffenstillstand geschlossen und die Liga ihre Truppen verlegt. Rook und Sunrise waren längst wieder kampffähig, doch es kamen keine Schiffe mehr nach Proxima-Centauri um sie abzuholen. Und so blieb den beiden nichts übrig, als die Verlustmeldungen zu verfolgen und es traf Rook wie ein Schlag, als er schließlich Thomas Keller Namen auf einer der Listen entdeckte. Sein kleiner Bruder war bei einem massiven Angriff von Excalibur, einem Angriffssystem der EDP-Robotertruppen, auf das Asgard-System gefallen. Dann verstummten die Meldungen unter der Last der massiven Verluste.

Als nach schier endloser Zeit endlich wieder ein spiegelraumtauglicher Transporter auf Proxima Centauri ankam, witterten Rook und Sunrise ihre Chance. Es handelte sich um ein auf Autopilot gestelltes EDP-Versorgungsschiff namens Solace, das seine Tür automatisch öffnete, als Rook davor trat. Alle Versuche den Eingang zu öffnen waren zuvor gescheitert und die zahlreichen Neugierigen verstummten schon bald, als Rook und Sunrise verkündeten ins Kampfgebiet fliegen zu wollen. Ihre gewaltige Statur verleihte ihnen genug Autorität um nicht weiter behelligt zu werden. Der Bordcomputer im Cockpit spuckte beim Start der Systeme nur eine einzige kryptische Botschaft aus:

“Treffpunkt Terra. Keine Angst. Der Phönix wird aufsteigen. WK”

Rook und Sunrise starteten die Systeme, aktivierten die Spiegelhüllen und flogen in das Alpha Centauri-System.

Sie hatten mit ihrer Behauptung nicht gelogen. Das System war bereits zum Kriegsschauplatz geworden und die Kernwelten standen bereits unter massivem Beschuss. Hunderte Raumschiffe lieferten sich Gefechte, Flüchtlinge versuchten durch die überlasteten Spiegeltore zu entkommen. Mit dem kleinen Raumer flogen die beiden Cyborgs direkt auf Asbolos zu und umgingen mit viel Glück mehreren KI-Schiffen. Sie landeten nicht weit von Rooks Heimatort und begaben sich direkt auf die Suche nach dessen Familie. Sie brauchten mehrere Stunden, bis sie schließlich das Versteck gefunden hatten, eine natürliche Höhle, die Dana Keller auf ihre mineralische Zusammensetzung untersucht hatte. Dort fanden sie Rooks Eltern und seine kleine Schwester, sowie knapp ein Dutzend weitere Flüchtlinge und schon bald machten sie sich auf den Weg zum Schiff. Doch ihr Weg wurde nach einigen Minuten von einem riesigen Schatten verdunkelt und als Rook aufsah, sah er wie ein riesiger, robotischer Lindwurm sich vor die Sonne geschoben hatte. Sofort gab Rook den Befehl in Deckung zu gehen, doch es half nichts. Der Lindwurm schleuderte einen superheißen Plasmaball in die Gruppe, bevor er weiterflog und sich anderen Zielen in der Kolonie widmete. Rooks Eltern und sieben weitere Flüchtlinge waren sofort tot. Diesmal war es Sunrise der Rook zwingen musste jetzt an seine Schwester zu denken und auf die Solace zu gelangen.

Sie setzten Kurs auf Terra. Und obwohl Rook froh war, wenigstens Eliza retten zu können, war ihm nicht nach Frohsinn zumute. Zu ernst war die Lage, zu tiefgehend die Verluste. Sunrise erwies sich erneut als kompetenter Pilot, der geschickt den KI-Schiffen auswich, ein funktionierendes Spiegeltor fand und das Sol-System ansteuerte. Dort trafen sie auf eine schier gigantische Ansammlung menschlicher Schiffe, die hier ihre letzte Front aufbieten, sich verstecken oder noch weiter flüchten wollten. Es herrschte ein heilloses Durcheinander und niemand kümmerte sich weiter um das kleine Schiff mit den Flüchtlingen, eines von Tausenden.

Bis Rook und Sunrise mit der Solace landen konnten, begannen bereits die Kämpfe im Sol-System und die Cyborgs planten bereits sich den Kämpfen anzuschließen, sobald ein sicherer Verbleib für Rooks Schwester und die anderen Flüchtlinge gefunden worden war. In dem Moment flackerte erneut eine Botschaft auf den Bordsystemen auf:

EDP-Schiff Purgatory. Sofort. Phönix wird aufsteigen. WK”

Rook gehorchte. Er suchte mit den Schiffssystemen den Planeten ab und fand das Gefängnisschiff. Gerade als er die Solace verlassen wollte, blinkte der Bildschirm erneut:

“Liebe euch. WK”

Sunrise zerrte Rook aus dem kleinen Transporter und gemeinsam mit Eliza und den anderen schlugen sie sich durch die Menschenmassen in Richtung des gigantischen Frachters. Am Himmel waren bereits die ersten Leuchtfeuer explodierender Raumschiffe zu sehen und brennende Trümmer die zu Boden rasten. Das Gedränge wurde beinahe undurchdringlich, doch es war Sunrise der der Gruppe entschlossen einen Weg zum Schiff bahnte und auch die dort postierten Soldaten beiseite schob. An Bord der Purgatory angekommen, gerieten sie schließlich in einen Strom von flüchtenden Menschen, die sie immer weiter ins Schiffsinnere trieben. Und bevor Rook und Sunrise sich von Eliza und den anderen hätten verabschieden können um sich den Kämpfen anzuschließen, wurden die Tore verschlossen, verriegelt und das Schiff gestartet.

Die nächsten Ereignisse hat Rook nur noch verschwommen in Erinnerung. Ein Schiff voller panischer Flüchtlinge, weinende Kinder, stöhnende Verwundete. Das Brummen der Antriebe, das Zittern der Wände, das Krachen, wenn etwas Schweres mit der Schiffshülle kollidierte und das Gefühl des Fallens, wenn die Purgatory in den Spiegelraum eintrat. Er hielt Elizas Hand fest, krank vor Sorge, er könnte sie ihr in seiner Anspannung zerquetschen. Doch die junge Frau schien zunehmend ruhiger zu werden, jetzt wo ihr Bruder bei ihr war. Selbst das Bild der verbrannten Leichen ihrer Eltern schien zunehmend beiseite gedrängt.

Plötzlich erschütterte etwas das Schiff. Die Lichter flackerten, gingen aus, tauchten die Korridore in Dunkelheit. Dann das Gefühl des Fallens, wenn man den Spiegelraum verlässt. Dann verloren sie alle den Boden unter den Füßen, als die künstliche Schwerkraft ausfiel. Die Luft wurde stickig. Das Schiff begann zu rumpeln, zu wackeln, erst sanft, dann immer stärker. Rook trieb durch das Schiff, stieß an andere ängstliche Menschen, ein ohrenbetäubendes Klagen, Schreien und Wimmern hallte in den Schiffskorridoren wieder. Doch nie ließ er Elizas Hand los. Dann krachte es und Rook verlor das Bewusstsein.

Er kam in der Hölle wieder zu sich. Die Schiffswände waren zerschmettert, durch Risse drang Licht und schwüle, warme Luft ins Innere. Das Klagen der Verwundeten durchsetzte die Luft, doch es war leiser als ihr Angstgeschrei. Auch Rook war verletzt, doch es kümmerte ihn nicht. Er war von Leichen umringt, ihr Blut bedeckte den Boden. Sunrise war regte sich irgendwo am Ende eines Korridors. Noch immer hielt Rook die Hand seiner kleinen Schwester.

Doch Elizabeth Keller war zwei Meter über ihm, aufgespießt von einem Teil der Schiffshülle. Ihr Gesicht war friedlich, beinahe als würde sie schlafen. Und Lawrence Keller schrie.

Meridas III

Rook und Sunrise gehörten zu den wenigen Menschen, die den Absturz der Purgatory auf Meridas III überlebt hatten. Und es dauerte lange, bis sie begriffen, was geschehen war, bis sie eine ungefähre Ahnung von dem hatten, was fortan als der Fall bezeichnet werden würde. Und Rook musste lernen zu akzeptieren, dass er wohl der einzige Überlebende seiner Familie war, und er wohl nie erfahren würde, was aus seinem älteren Bruder geworden war. Nur durch die Hilfe seines Freundes Samuel “Sunrise” Perez war Lawrence in der Lage sein Leben nicht aufzugeben, sondern weiterzuleben, zu Ehren seiner Familie.

Das Leben der Überlebenden war hart, der Aufbau einer neuen Zivilisation noch viel härter, das Zusammenhalten der unterschiedlichen Idiologien schier unmöglich. Nachdem sich ein Teil der Einwohner der neuen Siedlung unter Führung von Major Bracken aufmachte um eine eigene Siedlung zu gründen, begann auch Lawrence die alte Ordnung in Frage zu stellen. Vor allem eine Aussage machte ihn nachdenklich, die letzten Worte des Transzendenten Agamemnon: “Der Glaube trennt uns, der Tod vereint uns.” Diese Gedanken nagten an Rook, doch schließlich meinte er einen neuen Sinn in dieser Aussage gefunden zu haben. Es konnte nicht sein, dass erst der Tod die Streitigkeiten zwischen den Fraktionen beenden würde. Agamemnons Aussage beschrieb keine letzte Hoffnung, oder gar Lösung, sondern das grundlegende Problem, und es lag an den Überlebenden es jetzt zu überwinden und sich jetzt zu einen. Der Weggang von Major Bracken und seiner Anhänger war Tragödie, da er genau die Fehler widerspiegelte, die überhaupt erst zum Fall geführt hatten. Vielleicht würden die Menschen das eines Tages verstehen. Vielleicht würden die Menschen von God’s Army eines Tages wieder nach Hause kommen.

Rook beschloss seine eigene Identität nicht mehr an irgendeiner Fraktion festzumachen, sondern sich selbst schlicht als Überlebender, als Mensch wahrzunehmen. Diese Entscheidung kostete ihn einige, wohl oberflächliche, Freundschaften mit Anhängern der ehemaligen Liga, während die Mitglieder des EDP oder der Konklave ihm weiterhin bestenfalls reserviert gegenüberstanden. Nur die Freundschaft zu Sunrise hielt. Wenngleich Lawrence einige Gleichgesinnte, wie zum Beispiel Bethany Ivanova, traf, mit der er später eine Art Werkstatt aufbaute, war er jetzt fast auf sich alleine gestellt.

Seine Erlebnisse im Krieg, seine Verluste an Familienangehörigen und Freunden, ließen Rook in den nächsten Jahren nicht los. Seine Traumata prägten seinen Alltag und machten es ihm schwer ein normales Leben innerhalb der Siedlung zu führen. Irgendwann entwickelte er Tendenzen zur Selbstzerstörung, meldete sich oft freiwillig für gefährliche Einsätze, sei es eine Jagd, oder das Plündern alter Ruinen. Gegenüber den anderen Einwohnern isolierte er sich zunehmend, nur seine wenigen Freunden fanden überhaupt noch Zugriff zu ihm. Und während die anderen Überlebenden begannen Familien zu gründen und einige von ihnen sogar die alten Feindschaften überwanden, kämpfte Rook einen einsamen Krieg gegen seine inneren Dämonen. Es war ein Wunder, und vor allem der Verdienst von Sunrise und Betty, dass Rook überlebte.

Diese Entwicklung gipfelte schließlich darin, dass sich Rook, wenngleich nicht vollkommen aus eigener Initiative, für einen Rettungseinsatz nach Teta-V7-Gamma meldete, als die Existenz dieser Siedlung bekannt wurde. Die zusammengewürfte Gruppe versuchte über eine unterirdische Passage in die Stadt einzudringen und wurde dabei von Kampfrobotern entdeckt und zum Rückzug gezwungen. Während der Flucht kam es zum teilweisen Einsturz des Höhlensystems und Sunrise, sein treuer Freund, wurde auf der anderen Seite eingeschlossen. Und als Rook versuchte sich durch das Geröll zu ihm zu kämpfen, versagten seine mächtigen Armprothesen. Nur das eindringliche Einreden des Konklave-Friedenswahrers Prometheus konnte Rook dazu bewegen, nicht das Leben seiner ganzen Gruppe zu riskieren und seinen besten Freund zurückzulassen.

Für Rook war wieder eine Welt zusammengebrochen und nur sein Verantwortungsgefühl gegenüber der Siedlung und die Hilfe von Betty konnten ihn davon abhalten, einfach in den Dschungel zu gehen und nicht mehr zurückzukehren. Bis in Kraftwerk 2 ein wertvolles Ersatzteil gefunden wurde, das mitten in einem Skorpionsnest lag. Es brauchte keine Überzeugungsarbeit um Rook zu einer Expeditionsteilnahme zu bringen und schon bald fand er sich mit Betty und einigen anderen auf dem Weg Richtung Kraftwerk wieder. Dort angekommen versuchte die Gruppe sich Zutritt zum Kühlturm zu verschaffen, als sich mehrere Skorpione der Gruppe näherten um ihr Nest zu verteidigen. Im Zweikampf mit den Tieren stürzte Rook mit einem Exemplar einen steilen Hang hinab und verschwand im Dickicht des Dschungels. Sein Sturz wurde von dem Skorpion unter ihm abgefedert, als er diesen mit seinem schweren Körper unter sich zerquetschte, doch hatte Lawrence jetzt keine Möglichkeit mehr zur Gruppe zurückzukehren. Nach kurzer Zeit beschloss er sich seinem Schicksal zu ergeben und auf das nächste Raubtier zu warten, das ihm das Leben rauben würde.

Doch es kam nichts. Und so beschloss Rook in den Dschungel zu wandern. Und er begann zu denken. Über seine letzten Erlebnisse, über die Jahre auf diesem Planeten, über seine Erkenntnisse aus dem Krieg. Auf sich allein gestellt, ungestört von allem menschlichen Einflüssen, konnte er sich seinen Gedanken nicht mehr entziehen. Als schließlich doch ein Raptor aus dem Dickicht auftauchte, erkannte Lance, dass er noch nicht bereit war zu sterben. Und rannte. Er rannte, bis seine Lungen brannten, sein Körper nicht mehr schwitzen konnte, bis die Muskeln schmerzten. Er stolperte, rollte wieder einen Abhang hinunter, zerpflügte mehrere Büsche.

Und landete am Ufer eines Flusses und dort sah er den wohl majestätischsten Wasserfall, den er je gesehen hatte. Ein Wunderwerk der Natur, ein Moment der schieren Ehrfurcht vor der Perfektion der Schöpfung, wahre Inspiration. Und Lawrence Keller erkannte, wofür es wert war zu leben, dass es wahre Schönheit in der Welt gab, gleich ob Mensch oder Natur, wenn man nur bloß bereit war sie wahrzunehmen und in sich aufzunehmen. Dass man jeden Hass und jede Wut besiegen konnte, wenn man bereit war sich zu öffnen und sich aufeinander einzulassen. Und dass ein Mensch nur dann wahrhaftig lieben konnte, wenn er bereit war, auch sich selbst mit all seinen Makeln zu lieben.

Rook brauchte mehrere Tage um schließlich nach New Hope, der Siedlung der Überlebenden, zurückzukehren. Doch er tat dies als neuer Mensch, bereit eine neue Rolle innerhalb der Gemeinschaft einzunehmen und ihr mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen.

Lawrence "Rook" Keller

The Stars have fallen AbEnd