The Stars have fallen

Log21

Celestial Tear

Felix Schleicher wartete geduldig im Hangar auf die anderen Scavenger und vertrieb sich die Zeit mit kleineren Reparaturen und Optimierungen am treuen Mistkäfer-Shuttle der Gruppe. Seine Arbeit wurde jäh unterbrochen, als ein gutes Dutzend Schläger des Red Star den Hangar betraten und, mit diversen Hiebwaffen gerüstet, auf das Shuttle zustürmten. Felix behielt die Nerven, startete routiniert die Triebwerke und, nachdem er die Luftschleusensteuerung von Bord des Shuttles aus übernommen hatte, entkam in die obere Athmosphäre des Planeten. Schnell setzte er sich mit seinen Gefährten in Verbindung und stieß zu ihnen an Bord der Celestial Tear, nachdem er im dortigen Hangar gelandet war.

An Bord der schwer beschädigten Fregatte wurde den Scavengern klar, dass die Leerwandler der Acht Fäuste sich ihnen anschließen würden, sobald sie die wichtigsten Schäden repariert und die Andockvorrichtungen gelöst hätten – was rund 90 Minuten dauern würde. Schnell machte das Schiffsbewusstsein die Gruppe jedoch auf die äußerst aggressiven Mitglieder von Black Sun aufmerksam, die durch die Luftschleuse und zumindest drei, durch Einschüsse hervorgerufene, Zugänge in das Schiff eindringen wollten.

Sofort machten sich Cato und Felix auf die Zugänge zu sichern. Felix besorgte umgehend ein Schweißgerät um die Schotte zuzuschweißen. Cato hingegen sammelte unterwegs einen militärischen Hochleistungs-Feuerlöscher ein, zog sein Schwert und trat in die Luftschleuse. Die verdutzten Gegner, die gerade ein gewaltsames Eindringen vorbereiteten, gafften den Wendigo mit offenen Mündern an, als dieser verkündete, der Feuerlöscher sei ein hochmoderner Schrapnellwerfer, der mit einem Schuss hunderte Makropartikel in den engen Korridor feuern und ein Blutbad anrichten würde. Seine Einschüchterung war dermaßen effektiv, dass sich die Luft schnell mit dem Geruch von Angstschweiß füllte. Eine Witterung, die den Wendigo in allerhöchste Zufriedenheit versetzte. Der Offizier der Black Sun-Truppe hatte kein glückliches Händchen dabei die Kampfmoral wiederherzustellen und so entschärfte sich diese Front schon bald.

Felix hingegen verschweißte auf die Schnelle zwei Schotts, Celestial Tear meldete jedoch, als der Schmuggler auf dem Weg zum dritten Tor war, dass sich Feinde über die Schiffsaußenhülle näherten. Schnell rannte der Schleicher zum näherliegenden Hangar, startete das Shuttle und versperrte mit diesem im letzten Moment den Zugang zur Fregatte und vertrieb die Beinahe-Eindringlinge.

Schließlich konnte die Celestial Tear wieder starten und nach einem einwöchigen Flug erreichten die Scavenger den Orbit von Meridas III.

Felix stellte eine umfassende Schadensliste zusammen und, als die Gruppe schließlich wieder in New Hope gelandet war, konnte eine erneute Lagebesprechung mit dem Rest der Scavenger und dem Bürgermeister stattfinden.

Zusammenfassen lassen sich die Probleme der Siedlung wie folgt:

  • Die erwachte KI Excalibur bedroht noch immer die Siedlung und es ist unklar, wo und wann sie, wenn überhaupt, zuschlagen wird.
  • Es lag ein Ultimatum zur Unterwerfung und dadurch erfolgende Erlösung (mit mutmaßlicher Reise ins Gelobte Land: Terra) durch eine Botschafterin einer feindlichen Macht vor. Ablauf in inzwischen sieben Wochen.
  • Durch den Verlust der letzten Ernte wären die Lebensmittelvorräte in knapp fünf Wochen verbraucht.

Es stellte sich somit die Frage, ob sich die Siedlung unterwerfen und so möglicherweise retten lassen würde, oder ob sie flüchten, oder gar kämpfen würden. Innerhalb der Siedlung schien es deswegen bereits zu Spannungen gekommen zu sein.

Bezüglich der Reparaturen von Purgatory und Celestial Tear war folgendes zu sagen:

  • Die Celestial Tear erforderte für minimale Operationsfähigkeit ein Nanokonstruktionskit, sowie eine Minimalbesatzung von etwa 10 bis 20 Personen. Weitere Reparaturen würden die Leistung und Kapazität des Schiffes verbessern. Es wäre aber auch im Optimalfall nicht geeignet, die komplette Siedlung zu evakuieren.
  • Die Purgatory wäre nach Einsatz eines Nanokonstruktionskits zu 90% repariert, aber noch immer nicht endgültig flugfähig.
  • Nanokonstruktionskits waren sehr schwer aufzutreiben und erforderten einen signifikanten Aufwand.

Nach reiflicher Überlegung.erkannten Cato und Felix, dass sie ihre besten Chancen in einer Reparatur der Celestial Tear sahen und der Wendigo war sogar optimistisch sich mit dem Schiff und der richtigen Taktik auch gewaltsam gegen die Unterwerfer wehren zu können.

So beschlossen sie, mit dem Segen des Bürgermeisters, das Nanokonstruktionskit von Bord der Purgatory zu holen, als sie in der Tür von Magnus Herbergsen, Vater des Bürgermeisters und Vorsitzender der Meridas Agricultural Company, abgefangen wurden und dieser, mit der MAC im Rücken, seinen eindeutigen Widerstand gegen diese Vorgehensweise erklärte.

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AbEnd

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