The Stars have fallen

Log20

Ärger auf dem fliegenden Sarg

Den Spuren folgend, gelangten die Scavenger schließlich in den Orbit von Meridas VI und tauchten langsam in die Atmosphäre des Gasriesen ein. 鏡像 (JìngXiàng) Morales ließ sich von den Instrumenten des Mistkäfer-Shuttles leiten, bis schließlich aus dem Nebel die Umrisse des fliegenden Sargs sichtbar wurden und sie im Shuttle-Hangar der Station landen konnten.

Das folgende “Wer-bewacht-das-Schiff”-Strohhalmspiel entschied Felix Schleicher spektakulär für sich, sodass Betty, die Empathin und Cato begannen die Station zu erkunden. Ein etwas veralteter Servicebot erwies sich zwar als kompetent was die Betankung des Shuttles anging, hatte aber ansonsten wohl nur veraltete Datenspeicher. So lagen das Büro des (anscheinend nicht existenten) Hafenmeisters und die “Gastronomie” in ein und demselben Raum.

Darauf vertrauend, dass die Bar der Station ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach dem abgeschleppten Schiff war, betraten die drei den einzigen ausgewiesenen Entertainment-Betrieb der Station. Wirkte die Station schon vorher recht desolat, so war die Bar ein Hort der Apathie und des Verfalls. Zumindest schienen hier all diejenigen versammelt, die gerade auf die Betankung ihres Schiffes warteten, keine dubiosen Geschäfte zu tätigen hatten oder sich einfach langweilten.

Ein schneller Blick in den Raum offenbarte den Scavengern, dass sich hier allerlei zwielichtige Gestalten aufhielten. Abgesehen von den diversen einzelnen Reisenden, Händlern und Piloten, saßen offenbar auch Gruppen von drei verschiedenen Banden im Raum: Black Sun, Red Star und Blue Moon. Alle drei Gruppen waren einander spinnefeind, doch an diesem Ort achteten sie den Frieden und die Neutralität des Hauses. Weiters sahen die Scavenger eine Gruppe von vier Reisenden, die einen großen Tisch besetzt hielten, sowie einen einzelnen Reisenden in der Ecke des Raumes, der von dort aus den ganzen Raum im Blick hatte.

Zielgerichtet suchten die Scavenger das Gespräch mit dem Barkeeper Bob. Er erkannte Cato von einer früheren Begegnung, als dieser zu der Station kam, um seinen Vater zu finden und dessen alte Kampfrüstung zurückzuholen, wobei es zu einem größeren Kampf gekommen war. Bob wies Cato darauf hin, dass es ihn nicht interessiere, ob Cato oder die Black Sun den ersten Schuss abgefeuert hätten, sondern dass Bob letztlich das Blutbad aufräumen musste und die Black Sun diesen Zwischenfall mit Sicherheit nicht vergessen haben. Auch erinnerte Bob daran, dass die Red Sun, die in die Schusslinie geraten und von Cato erledigt worden waren, ebenfalls ein Interesse an Catos früherem Dahinscheiden hätten. Ganz zu schweigen von den Blue Moon, die auf bizarre Art und Weise ebenfalls in diesen Konflikt verwickelt waren. Die drei Banden hassten zwar einander, aber noch mehr hassten sie Leute, die sich ihnen entgegenstellten.

“Cato, beim letzten Mal ging es genauso los. Du kamst her, hast nach dieser blöden Rüstung gefragt, und am Ende gab es ein Blutbad.”
Barkeeper Bob zu Cato

Um ihre Frage nach dem abgeschleppten Wrack zu beantworten: Die Black Sun hatten es hergeschleppt und Anspruch darauf erhoben und natürlich hätten auch die anderen Banden ein Interesse an dem Schiff.

Cato ging, nachdem er sein Getränk erledigt hatte, uneingeschüchtert zum Tisch der Black Sun und forderte das Schiff zurück. Bevor die Lage eskalieren konnte, mischte sich Betty ein und machte den Black Sun ein Angebot. Sie wüsste, dass die Bande das Schiff nicht flugfähig kriegen würden, doch sie könnte dem Abhilfe schaffen. Im Gegenzug forderte sie Zugang zum Bordcomputer. Leon, der Offizier der Black Sun, willigte ein, doch Cato ahnte, dass es eine Falle war. Und so, vor dem Verlassen der Kneipe, wies er den Barkeeper darauf hin, dass es in Kürze zu einem Blutbad kommen könnte. Aus seinen letzten Erfahrungen mit Cato weiser geworden, besorgte Bob umgehend einen Wischmopp und meldete die Scavenger zu einem kurzfristigen Termin mit Li Kao, dem Herrn der Station, an.

“Mein alter Freund, wie schön, dass du mich diesmal nur noch informierst, und mich nicht mehr nach meiner Erlaubnis für ein Blutbad fragst.”
Li Kao zu Cato

Der ehemalige Schmuggler schien von einigen Problemen belastet und seine Sprache triefte vor Ironie, als Cato ihn über den bevorstehenden Konflikt informierte. Li Kao erwähnte, dass die Black Sun noch immer Schwierigkeiten mit dem Zugang zum Schiff hätten. Und falls die Scavenger sein Problem mit den Acht Fäusten klären könnten, wäre er ihnen sehr dankbar. Er könne es nicht mehr hören, dass sich ständig Besucher der Station über fehlende Schiffsteile beschwerten, die nach dem Andocken verschwänden.

Beim Verlassen der Bar trafen die drei Scavenger auf einen kleinen Schlägertrupp der Blue Moon, die offensichtlich noch eine Rechnung mit Cato offen hatten. Deren Anführer machte klar, dass er Lust auf eine Schlägerei hätte und auch Bettys Versuch die Wogen zu glätten und die Blue Moon möglicherweise gegen die Black Sun auszuspielen, schlug fehl. Nur JingXiang schaffte es den Schläger zu einem Zweikampf mit Cato zu provozieren, denn sie spürte, dass der Typ zwar Angst vor Cato, aber noch mehr Angst vor der Bloßstellung vor seinen Kameraden hatte.

“Willst du mir sagen, dass du mir gerade PHYSISCHE Gewalt androhst? Wirklich?”
Cato zum Blue Moon-Schläger

Cato machte kurzen Prozess mit dem Schläger.

Unterwegs zu ihrem Treffen mit den Black Sun, deckte sich Betty noch mit allerlei Material ein und bastelte einen kleinen Sprengsatz zusammen, für einen eventuellen Konflikt. Auf dem Weg zur Luftschleuse, sahen sie aus dem Fenster der Andockstation, dass es sich bei dem Schiffswrack wohl um eine alte Fregatte der Liga der Freien Welten handeln musste, mit diversen Kampfschäden, aber offensichtlich in keinem hoffnungslosen Zustand. Und ebenso sahen sie einen Schatten über das angedockte Schiff huschen.

Betty erarbeitete mit der Empathin einen Plan, wonach sie erst eine kompliziert aussehende Reparaturarbeit an der Tür vornahmen und Betty dann unerkannt den ID-Kristall zum Öffnen der Tür nutzen würde. Unter den Augen der Black Sun-Wachen lief dieser Plan auch reibungslos ab. Nur blieb die Tür verschlossen.

“Ich bin die Stimme aus dem Off. Muahaha.”
Lautsprecherstimme zu den Scavengern

Stattdessen ertönte eine Stimme aus einem Lautsprecher, die die Anwesenden mit einer gewissen Lockerheit begrüßte und feststellte, dass die drei Scavenger nicht zu den Black Sun gehören würden. Den Hinweis verstehend, folgten die Scavenger der Einladung des Fremden zu einem persönlichen Treffen auf der Brücke und huschten durch die Innentür der Luftschleuse, die sich blitzschnell hinter Cato schloss. Das wütende Hämmern der ausgeschlossenen Black Sun-Leute war die Folge.

Auf der Brücke des Schiffes trafen die Abenteurer jedoch nicht auf einen Captain oder dergleichen, sondern auf vier Leerwandler der Acht Fäuste, die anscheinend dabei waren, das Schiff auszuschlachten.

Es drohte zu einem Konflikt zu kommen, doch Cato erinnerte sich an die Lichtsprache der Leerwandler und schaffte es mit ihnen zu kommunizieren. Die Leerwandler teilten ihm mit, dass sie hier arbeiten würden. Das Schiff sei nicht endgültig verloren. Cato lud sie ein, Teil der Schiffscrew und der Gemeinschaft von New Hope zu werden und mit ihnen den fliegenden Sarg zu verlassen. Die Leerwandler verließen daraufhin zur Beratung das Schiff und die Scavenger fanden sich alleine in der Brücke der Fregatte wieder.

Verwundert über die Herkunft der Lautsprecherstimme, ließ diese nicht lange auf eine ordentliche Vorstellung warten. Aus einer Konsole fuhr ein Steuerknüppel hervor, das einzige Werkzeug, dass das Schiff zum Händeschütteln anbieten konnte.

“Ich bin, oder ich war, Celestial Tear.”
Lautsprecherstimme zu den Scavengern

Comments

AbEnd

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.